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Ing. Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs
 
Standpunkte 24. September 2012

Wie Eltern das Schulbuffet gestalten würden

Fragt man Schüler, wie sie sich ein gutes Schulbuffet vorstellen, kommen meist Angebote vor, die ihre Eltern nicht so gerne dort sehen würden. Maßnahmen, mit denen das Schulbuffet gesundheitsförderlicher umgestaltet werden soll, – wie es derzeit in ganz Österreich mit der Aktion „Unser Schulbuffet“ geschieht –, werden daher von einem Großteil der Eltern sehr positiv gesehen. Besonders auch deshalb, weil es keine Verbote gibt. Vielmehr werden Buffetbetreiber geschult, durch attraktivere Angebote – zum Beispiel Wraps –, andere Platzierungen etwa „Gesundes“ ins Zentrum – und mengenmäßige Begrenzungen von weniger gesunden Lebensmitteln und Getränken ihr Angebot umzustellen und trotzdem den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und dem Geschmack bzw. Budget der Zielgruppe zu schaffen.

Sind Eltern berufstätig, bleibt oft keine Zeit für ein gemeinsames Frühstück. Daher kommt dem Schulbuffet eine wichtige Rolle zu. Ist das Angebot dort aber nicht attraktiv oder zu teuer, kaufen die Kinder lieber in umliegenden Supermärkten und Fast-Food-Ketten. Die Forderung nach Produkt- und Werbeverboten bei Süßigkeiten oder Softdrinks erscheint auf den ersten Blick zwar sinnvoll, ist allerdings aufgrund der Lobbys der Lebensmittelkonzerne kaum umsetzbar.

Was kann man also tun? Zeigen, wie es richtig geht! Genuss lehren! Vorbild für Kinder sein! Gerade in Hinblick auf den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen braucht es ein gesundes Angebot am Schulbuffet. Dazu gehört unter anderem: Wasser trinken erlauben, weniger Softdrinks in Getränkeautomaten, genügend Räume und Zeit, begleitenden, aufklärenden Projektunterricht, Thematisierung bei Lehrern und auch Workshops für Eltern.

Die Plattform Elterngesundheit, eine Kooperation der Elternverbände Österreichs unter dem Dach der „Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit“, veranstaltet am 17. November ihre zweite Jahrestagung in Dornbirn zum Thema „Was gibt’s zum Essen? Gesundes Essen – gesunde Familie!?“, um insbesondere Eltern dieses Thema näherzubringen.

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