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Dr. Judith Glazer, Präsidentin der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs (GSÖ)
 
Standpunkte 24. September 2012

Aufklärung und Angebot sinnvoll ergänzen

Als Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs ist uns die richtige Ernährung der Schüler seit jeher ein wichtiges Anliegen. Neben der Bewusstseinsbildung bei Kindern und Eltern ist das Angebot in der Schule selbst ein wesentlicher Bestandteil. Wir freuen uns sehr, dass die Initiative „Unser Schulbuffet“ nun versucht, mit positiver Motivation dieses Angebot den aktuellen ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen anzupassen.

Wesentlich ist, dass Buffetbetreibern in unternehmerisch wertvoller Form gezeigt wird, wie sie ihr Buffet nicht nur gesundheitsförderlicher, sondern auch attraktiver gestalten können. Speziell für Kinder und Jugendliche gilt: Was verboten ist, ist nur noch interessanter. „Fördern statt verbieten“ ist daher absolut der richtige Ansatz. Wie auch die Ernährungspyramide zeigt, sind nahezu alle Lebensmittel erlaubt – im richtigen Maß. Wichtig ist ein Angebot, das auf die Kinder- und Jugendlichen eingeht und gesunde Pausensnacks ansprechend präsentiert. Alles in allem eine tolle Initiative, von der wir hoffen, dass sie auch nachhaltig bestehen bleibt.

Was uns jedoch fehlt: Eine solche Initiative sollte unbedingt durch ein Aufklärungsangebot unterstützt werden, um parallel auch Schüler und Eltern für das Thema zu sensibilisieren. Die GSÖ setzt seit 2009 sehr erfolgreich Ausklärungsprojekte mit Jugendmagazinen, Elterninformationen und Lehrunterlagen an Österreichs Schulen um. Darin zeigen wir, dass Gesundheitsbildung Spaß machen kann. Das Feedback der Schulen gibt uns recht, die Erstauflagen unserer Jugendmagazine liegen bei 50.000 Stück und sind durch aktive Bestellungen der Schulen in wenigen Wochen vergriffen. Im Ministerium ist man sich bewusst, dass der Weg zu einer gesunden Bevölkerung bei Kindern und Jugendlichen seinen Anfang nehmen muss. Umso mehr würden wir uns wünschen, dass die Vorsorgebudgets auch für Projekte der GSÖ eingesetzt werden könnten, um auch die Anliegen des Ministeriums auf effizientem Weg in die Schulen hinaustragen zu können.

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