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Anton Koller Msc, Klinische Optometrie
 
Standpunkte 3. September 2012

Anton Koller: Kompetente Ansprechpartner

Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung trägt ständig oder gelegentlich eine optische Brille. Ein knappes Drittel erwachsener Brillenträger schaffte sich in den letzten zwölf Monaten eine neue Brille an. Immer mehr Fehlsichtige lassen sich ihre Brillenglaswerte direkt bei Augenoptikern und Optometristen vermessen. Diese Berufsgruppe absolvierte neben der Meisterprüfung ein einschlägiges Studium zur Erkennung von Augenproblemen und Verordnung von Brillengläsern. Es ist daher nachvollziehbar, dass diese Berufsgruppe immer mehr zum ersten Ansprechpartner bei Augenproblemen wird. Betroffene Personen profitieren von kompetenter Beratung ohne Wartezeiten.

Der erste Weg zur Sehschärfenkorrektur führt meist zum Augenoptiker oder Optometristen. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang gerade vonseiten der Ärztekammer argumentiert, dass kommerzielle Interessen im Mittelpunkt stünden. Den Spagat zwischen gesamtheitlicher Betreuung und dem Weg des Miteinanders über den Vorwurf der Bequemlichkeit oder nicht warten wollenden Patienten zu beherrschen, lehnen wir grundsätzlich ab. Augenoptiker und Optometristen haben ein ureigenes Interesse, Augenvermessungen und Untersuchungen korrekt durchzuführen. Nur ein zufriedener Kunde kommt immer wieder. Langfristig ist erst damit ein wirtschaftlicher Erfolg gewährleistet. Dies gilt auch für Augenärzte.

Der Kernbereich ärztlicher Versorgung ist per Gesetz definiert und abgegrenzt. Ebenso die Ausübungsrechte der Augenoptiker und Optometristen im Rahmen der Brillenglasbestimmung oder Kontaktlinsenanpassung. Festzuhalten ist, dass der Optometrist aufgrund seiner Ausbildung gesetzlich dazu verpflichtet ist, einen Teil des Gesamtsystems „Auge“ zu überprüfen. Bei Verdacht auf eine Augen- oder Systemerkrankung erfolgt eine Überweisung an den zuständigen Facharzt. Für Augenoptiker und Optometristen ist es sowohl eine ethische als auch gesetzliche Pflicht, ihre Kunden bei Erkennung nicht physiologischer Zustände zum Facharzt zu überweisen.

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