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Foto: Lisa Lux
Dr. Susanne Drapalik Wiener Krankenanstaltenverbund, Leiterin Geschäftsbereich Medizinmanagement und Sofortmaßnahmen
 
Standpunkte 28. Februar 2012

Stetig bessere Qualität

Der Wiener Krankenanstaltenverbund ist der größte Ausbildner in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen. Auch in der Ärzteausbildung ist der KAV mit seinem – gemeinsam mit der Ärztekammer durchgeführten – Turnusärzteprojekt bereits seit vielen Jahren österreichweit in einer anerkannten Vorreiterrolle.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Ausbildung ist der Dialog zwischen Ärztlichen Direktoren, Primarärzten und Turnusärzten. Nur so können die Erfahrungen und die daraus resultierenden Erkenntnisse in die Ausbildungsstrategien eingearbeitet und die Medizinerausbildung auf dem letzten Stand gehalten werden. Ein eigener Erlass, die „Rahmenleitlinie Medizin und Pflege“, verpflichtet Ärzte und Pflegepersonal zu bestmöglicher Zusammenarbeit. Ziel dabei ist eine effiziente Patientenversorgung, Risikominimierung und laufende Qualitätsverbesserung durch die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips.

Fort- und weiterbildungsbeauftragte Ärzte in den Häusern stellen sicher, dass die hausinterne Fort- und Weiterbildung der Turnusärzte als Ergänzung einer fundierten Ausbildung strukturiert erfolgen kann. Die Dokumentation des Lernfortschritts erfolgt im Logbuch. Damit hat der KAV einen weiteren wichtigen Schritt zur Steigerung der Qualität in der Turnusärzteausbildung gesetzt. Das Logbuch wird zu Beginn der Ausbildung ausgegeben und ist während der gesamten Turnuszeit nachweislich zu führen, um die erreichten Lernziele darin zu dokumentieren und den Inhalt des Curriculums für alle an der Ausbildung Beteiligten transparent und nachvollziehbar zu machen.

Der KAV setzt neben den Qualitätsstandards wie transparenten Anmeldelisten, Logbuch oder schrittweiser Einführung administrativer Hilfe auch auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das Pilotprojekt Teilzeit-Turnus läuft gerade an. Aktuell bildet der Wiener Krankenanstaltenverbund 1.033 Jungmediziner aus. 540 davon befinden sich in der Ausbildung zum Facharzt und 493 Mediziner machen den sogenannten „Turnus“ und werden in der Folge Allgemeinmediziner..

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