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Foto: Hilzensauer
Dr. Karlheinz Töchterle Wissenschafts- und Forschungsminister
 
Standpunkte 22. Februar 2012

Maßnahmenpaket geschnürt

In einem konstruktiven, offenen Gespräch mit dem Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Dr. Herbert Lochs, und der Vorsitzenden des Universitätsrats, Dr. Gabriele Fischer, ist es am 14. Februar gelungen, gemeinsam eine tragfähige Lösung für die Medizinische Universität Innsbruck zu finden. Daraus wurde ein entsprechendes Maßnahmenpaket geschnürt, womit die Weichen für ein ausgeglichenes Budget der Medizinischen Universität Innsbruck im Jahr 2012 gestellt werden konnten. Das Maßnahmenpaket wirkt in zwei Richtungen: Zum einen wird die aktuelle finanzielle Situation im Wesentlichen bereinigt, zum anderen werden aber auch wichtige Schritte zur künftigen Stabilisierung gesetzt. Auf Basis dieses Maßnahmenpaktes gilt es nun, nach vorne zu blicken und die bestmöglichen Entwicklungsszenarien für den Standort Innsbruck zu erörtern. Für einen Großteil des prognostizierten Defizits haben wir seitens des Ministeriums rückgestellte Mittel der Medizinischen Universität Innsbruck freigegeben. Das betrifft Zinsgewinne der von der Medizinischen Universität Innsbruck rückgestellten Finanzmittel zur Begleichung des klinischen Mehraufwandes. Und es handelt sich um paktierte Investitionen, die noch nicht getätigt wurden. Weiters müssen vermehrt Synergieeffekte ausgelotet werden, etwa durch engere Kooperationen mit der Universität Innsbruck und dem Land Tirol. Die Medizinische Universität Innsbruck hat zudem Einsparungen in der Verwaltung angekündigt. Ebenso gilt es beim klinischen Mehraufwand zu einer raschen Lösung zu kommen. Langfristig sind zum klinischen Mehraufwand generell weitere Schritte zu setzen, denn derzeit gibt es hier – das betrifft im Übrigen alle drei Standorte der Medizinischen Universitäten in Österreich – keine transparente Finanzierung. Klar ist: Die Medizinischen Universitäten sind für Lehre und Forschung zuständig, die Krankenhausträger für die Patientenversorgung. Das muss sich auch in der Finanzierung so widerspiegeln und kann im Rahmen des Finanzausgleichs thematisiert werden.

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