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Mag. Kristina Edlinger-Ploder Landesrätin für Gesundheit und Pflegemanagement, Wissenschaft & Forschung
 
Standpunkte 29. November 2011

Yes, we care

Wir sind in der Steiermark angetreten, innerhalb einer Reformpartnerschaft neue Wege zu gehen, die wir längst als notwendig erachtet haben. Der Mut zur Umsetzung hat bisher gefehlt. Mit der Notwendigkeit zum Sparen haben sich auch im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement Chancen aufgetan, eingefahrene Systeme zu verändern, gleichzeitig aber den Nutzen für die Patienten zu verbessern.

Wir haben uns entschlossen, nicht nur punktuell unter budgetärem Druck Hand anzulegen, sondern eine vernetzte und tiefgreifende Reform an Haupt und Gliedern einzuleiten. Die Devise lautet: „Ambulant vor stationär“. Im Bereich der Krankenanstalten setzen wir jetzt Maßnahmen, die ein vor mehr als 100 Jahren erdachtes und seither immer nur bruchstückhaft verändertes System von der Wurzel an reformieren und an die Entwicklungen internationaler Standards von heute anpassen. Alte Dogmen können wir uns nicht mehr leisten und bringen Patienten nicht mehr, sondern weniger Qualität.

Spezialisierung garantiert hochwertige Versorgung und nicht die österreichtypische Schrebergartenmentalität. „Jedem Patienten alles“ ist keine Option für die Zukunft, sondern „Jedem Patienten alles, was er braucht“. Es ist notwendig, dass sich Spitäler an aktuellen wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnissen und gesellschaftlichen sowie demografischen Veränderungen orientieren. Spezialisierung und Konzentration von medizinischer Kompetenz in bestimmten Bereichen ist ebenso erforderlich wie die Ausrichtung der peripheren Häuser am tatsächlichen Bedarf oder die intensive Verschränkung von intra- und extramuralem Bereich.

Die Novelle zum KAKuG hat sich schon im ÖSG abgezeichnet. Die Steiermark hat eine Vorreiterrolle übernommen und wesentliche Forderungen formuliert, die auf unser Drängen auch in den ÖSG aufgenommen wurden. Wir haben die Novelle vorweggenommen und in den Regionalen Strukturplan Gesundheit 2020 bereits eingearbeitet – die Umsetzung hat begonnen.

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