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Mag. Friedrich Faulhammer Generalsekretär im Wissenschafts- und Forschungs- ministerium
 
Standpunkte 22. November 2011

Zusätzliche Ärztestellen finanziert

Die Ärzte am Wiener AKH leisten tagtäglich hervorragende Arbeit. Dafür benötigen sie entsprechende Rahmenbedingungen. Aufgrund der Leistungsvereinbarungen und des klinischen Mehraufwands stehen der MedUni Wien seitens des Bundes für die Jahre 2010 bis 2012 mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung, eine Steigerung von rund acht Prozent gegenüber der vorigen Periode. Auch von den aktuell auszuzahlenden Offensivmitteln profitiert die MedUni Wien: Sie bekommt rund 536.000 Euro zusätzlich. Durch Leistungsvereinbarung und Globalbudget ist die Finanzierung der MedUnis bis Ende 2012 gesichert.

Unter anderem sind zusätzliche 15 Millionen speziell für zusätzliche Ärztestellen vorgesehen. Über die Höhe des Universitätsbudgets ab 2013 ist Wissenschaftsminister Töchterle in guten Verhandlungen für eine Hochschul-Milliarde und damit auch für zusätzliche Mittel für die MedUni. Da das AKH als Uni-Klinik neben der Patientenversorgung auch einen Lehr- und Forschungsauftrag hat, leistet der Bund einen finanziellen Beitrag: 2005 wurde zwischen Bund und Stadt Wien eine Vereinbarung zur Finanzierung geschlossen, die regulär 2015 ausläuft. Durch die Umstrukturierung der Wiener Spitalslandschaft ist diese Vereinbarung an verschiedenen Stellen nicht mehr praktikabel, denn die finanziellen Leistungen der MedUni Wien am AKH als Uni-Klinik dienen primär der Abgeltung des Mehrbedarfes für Wissenschaft und Forschung.

Das AKH ist aber immer mehr an der Allgemeinversorgung beteiligt, das ist nicht Aufgabe einer MedUni. Töchterle schlägt vor, dass sich alle Betroffenen an einen Tisch setzen: Vertreter des Ministeriums, der MedUni Wien, der Stadt Wien und des AKH sollen gemeinsam eine Neuregelung für die Zeit nach 2015 erarbeiten. Diskutiert werden solle vor allem auch der Vorschlag von AKH-Chef Krepler, eine Betriebsgesellschaft zum effizienteren gemeinsamen Betrieb zu gründen.

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