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Foto: Privat
Prof. Dr. Otmar Pachinger Medizinische Universität Innsbruck, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin III Kardiologie
 
Standpunkte 30. September 2011

Chancen nutzen, Potenzial verwirklichen, Zukunft gestalten

Seit vielen Jahren wird unter allen Beteiligten – ÖGIM, Österreichische Ärztekammer, Pulmonologen und andere Gremien – über ein neues Curriculum Innere Medizin diskutiert. Alle EU-Länder, die Schweiz und das anglo-amerikanische System haben bereits ihr Curriculum an die Entwicklungen der Inneren Medizin mit dem Ziel angepasst, die Ausbildung zu verbessern und zu verkürzen und damit die Karrieremöglichkeiten sowohl in der akademischen Medizin als auch im niedergelassenen Bereich zu erweitern.

Dieses Prinzip muss auch auf das Ausbildungssystem des österreichischen Internisten angepasst werden. Es kann nicht sein, dass ein österreichischer Kardiologe, Onkologe etc. in seiner Karrierelaufbahn gegenüber EU-Mitstreitern im Nachteil ist. Die Basisausbildung für Innere Medizin (Common Trunk) muss verpflichtend gestaltet werden, das heißt: „Spezialist“ und „Allgemeininternist“ haben eine gemeinsame Basisausbildung. Dies gewährleistet auch den Zusammenhalt der Inneren Medizin. Zudem muss die Konformität der Diplome für Sonderfächer bzw. Subdisziplinen innerhalb der Europäischen Union gewährleistet sein. Ein zukunftsorientiertes Curriculum-Modular muss so aufgebaut sein, dass eine große individuelle Freiheit bei der Wahl von Art und Dauer der Ausbildungszeit möglich ist. Es müssen die Bedürfnisse der Versorgungsstrukturen erfüllt werden.

Die Vorteile eines solchen neuen Curriculums überwiegen bei Weitem gegenüber den Ängsten, die vor allem aus dem niedergelassenen Bereich geäußert werden. An der Medizinischen Universität Innsbruck wurde im vergangenen Jahr ein neues Strukturmodell implementiert. Innerhalb von sechs Organisationseinheiten wird die Common-Trunk-Ausbildung verpflichtend angeboten und garantiert mit der anschließenden Möglichkeit zur Subspezialisierung.

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