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Dr. Arno Melitopulos, Direktor der Tiroler Gebietskrankenkasse
 
Standpunkte 24. August 2011

Eine faire und sichere Versorgung muss gewährleistet sein

Die Sozialversicherung hat eine Kernrolle, das ist die Versorgung der Versicherten mit der passenden Behandlung im Krankheitsfall. Damit ist ganz eindeutig definiert, welche Voraussetzungen – also krankheitswertige Zustände – vorliegen müssen, damit es bestimmte Arzneimittel oder Nahrungsergänzungen als Sozialversicherungsleistung gibt. Es kann sich dabei natürlich auch nur um Produkte handeln, die vorher bestimmte Verfahren und Regulierungen durchlaufen, wie etwa die Aufnahme in den Erstattungskodex. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen und Abläufe sind das Ergebnis langjähriger Prozesse und wurden etabliert, um eine faire Versorgung und ein hohes Maß an Sicherheit für den Verbraucher bzw. den Patienten zu gewährleisten.

Das soll nicht heißen, dass wir die Ernährung als Thema völlig ausklammern. Aber wenn es um Lebensmittel geht, dann ist der Ansatz der Sozialversicherung und der Bundespolitik sehr klassisch: Wir versuchen über Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme einen Schwerpunkt zu setzen, aufzuklären und zu fördern. Das entspricht auch weitgehend der Denkschule von „health in all policies". Im Rahmen der Gesundheitszieldebatte haben wir festgelegt, dass die Bundesgesundheitskommission zehn Millionen Euro dem Bereich „Ernährung" widmen wird und wir unterstützen auch den „Nationalen Aktionsplan Ernährung". Auf lokaler Ebene haben wir zum Beispiel eine Vereinbarung mit dem Landesschulrat in Tirol, in Kindergärten und Schulen das Anpflanzen, Ernten und die frische Zubereitung von Nahrungsmitteln zu fördern. Das ist vielleicht ein romantischer Ansatz, aber ich halte ihn für sehr gesundheitsfördernd.

Von Mag. R. Haiden, Ärzte Woche 34/2011

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