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Erika Scharer Landesrätin für Gesundheit und Soziales, Salzburg
 
Standpunkte 26. April 2011

Verbesserte Rehabilitation durch Heimdialyse

Um die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen sicherzustellen, bedarf es keiner Einzelmaßnahmen, sondern eines umfassenden sowie auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmten und durchdachten Dialysekonzeptes.

Aus diesem Grund haben wir in Salzburg daher in Kooperation mit der Universitätsklinik Salzburg sowie peripheren Dialyseeinrichtungen, mit der Gebietskrankenkasse und dem ÖBIG (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) ein Gesamt-Versorgungskonzept für Nierenpatienten entwickelt, das nun schrittweise umgesetzt wird, um die Versorgung von Dialysepatienten im Land Salzburg sicherzustellen.

Das Gesamt-Versorgungskonzept für Nierenpatienten umfasst die Prävention, die Errichtung eines Nephrologischen Referenzzentrums an der Salzburger Universitätsklinik gemäß den Vorgaben des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG), die Steigerung des Anteils an Peritonealdialysen beziehungsweise des Heimdialyseanteils sowie den Ausbau von Hämodialyseplätzen nach Bedarfsentwicklung. Mit der Errichtung eines Nephrologischen Referenzzentrums in der Salzburger Universitätsklinik gemäß ÖSG-Vorgaben wird die Behandlung von Patienten mit allen Formen an Nierenerkrankungen – insbesondere jener mit hohem diagnostischen oder therapeutischen Aufwand – letztlich sichergestellt.

Die Peritonealdialyse bzw. Heimdialyse ist neben der Hämodialysebehandlung eine medizinisch etablierte Form der Nierenersatztherapie. Der Aufbau des Referenzzentrums in den SALK stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Steigerung des Heimdialyseanteils in Salzburg dar. Durch den Aufbau fachlicher Ressourcen wie Nephrologen, Chirurgen, Pflegepersonal mit Sonderausbildung und Pflege bei Nierenersatztherapie kann der Anteil der Heimdialyse im gesamten Bundesland Salzburg künftig angehoben werden. Heimdialyse ist für viele Patienten mit einer verbesserten Lebensqualität verbunden und sie ermöglicht Patienten eine deutliche Verbesserung der beruflichen und sozialen Rehabilitation.

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