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Foto: ©APA-Fotoservice / Ludwig Schedl
Dr. Jan Oliver Huber Pharmig–Generalsekretär
 
Standpunkte 13. April 2011

Grenzen sind klar

Es ist zentrale Aufgabe der pharmazeutischen Unternehmen durch objektive wissenschaftliche Informationen über Arzneimittel das Wissen zu vermitteln, das für eine sachgerechte Auswahl und Anwendung von Arzneimitteln erforderlich ist. Bei den Unternehmen ist naturgemäß das meiste Wissen über Arzneimittel vorhanden, daher sind sie auch die zentrale Informationsquelle. Wesentlich ist natürlich die Frage nach der Grenze zwischen Werbung und Information, die wir im Verhaltenscodex der Pharmig klar geregelt haben. Wir können das sehr klar unterscheiden, wo die Information im Mittelpunkt steht und wann es um Werbung mit dem konkreten Ziel der Absatzförderung geht.

Ein Widerspruch ist für mich aber nicht nachvollziehbar: Auf der einen Seite werden die Wirkweisen eines Medikaments nicht zugänglich sein, auf der anderen Seite soll es öffentlich zugängliche Informationen über die Nebenwirkungen geben.

Das Wissen der Patienten über die Wirkweise von Medikamenten erhöht die Therapietreue und verbessert generell das Verständnis über Arzneimittel. Menschen informieren sich heute – wie über verschiedenste Lebensbereiche– im Internet, so auch über Gesundheit und Krankheit. Durch die Vielzahl von Informationsquellen im Internet ist bis dato noch kein Qualitätsstandard gesichert und folglich ist es für Patienten schwer, die Zuverlässigkeit der Informationen richtig einzuordnen. Die Industrie ist der zentrale Partner, wenn es darum geht, hochqualifizierte und profunde Informationen über Arzneimittel zu verbreiten. Zweckdienliche, werbungsfreie Information in benutzerfreundlicher Form auf Websites, in Foldern und so weiter können Pharmaunternehmen liefern, wenn man sie lässt, weil es ihre ursächlichste Aufgabe ist, Medikamente zu erforschen, zu entwickeln und den Patienten zur Verfügung zu stellen.

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