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Foto: GS1 Austria
Dr. Nikolaus Hartig ECR Austria-Manager
 
Standpunkte 30. Juni 2010

Der mündige Konsument steht im Vordergrund

Die Initiative „Efficient Consumer Response“, kurz ECR, hat die Nährwertkennzeichnung in einer Arbeitsgruppe mit Herstellern und Händlern ausführlich diskutiert. Ziel war die Sicherstellung, dass der Konsument eine einheitliche Kennzeichnung auf den Produkten vorfindet. Nach Überprüfung des Inhalts des EU-Verordnungsentwurfes vom 30. Jänner 2008 und der Evaluierung des Ist-Zustandes in Österreich und weiten Teilen Europas haben wir uns auf das freiwillige Nährwertkennzeichnungssystem Guideline Daily Amounts (GDA) basierend auf den „Richtwerten für die Tageszufuhr“ geeinigt. Auf der Vorderseite der Verpackung wird hier über die mit dem jeweiligen Produkt aufgenommene Kalorienmenge pro Portion informiert. Auf der Rückseite finden sich die Hinweise zu den erwähnten Nährstoffen dieser Portion. Außer der Kalorienmenge pro Portion sind alle anderen Angaben in Gramm pro Portion angegeben. Unter dieser Angabe wird der Anteil des Nährstoffes dieser Portion in Prozent der empfohlenen täglichen Aufnahmemenge ausgewiesen. Die GDA-Werte wurden vom Verband der europäischen Ernährungsindustrie (CIAA) berechnet.

Diese Kennzeichnung erleichtert dem mündigen Konsumenten eine genauere Einschätzung von Lebensmitteln und das Bewusstsein für die Aufnahme jener Nährstoffe zu schärfen, deren übermäßiger Konsum als kritisch gilt, ohne dabei nach „guten“ oder „schlechten“ Nahrungsmitteln zu kategorisieren. Sowohl die Markenartikelindustrie als auch der Handel mit seinen Eigenmarken haben bereits mit der breiten Umsetzung der GDA auf ihren Produkten begonnen. Der mündige Konsument ist mit der GDA-Kennzeichnung sicher besser bedient, denn rot für „schlechte“ Lebensmittel und grün für „gute“ Lebensmittel hätte weder einen informativen noch einen erzieherischen Effekt im Hinblick auf das Ernährungsverhalten!

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