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Standpunkte 25. Mai 2010

Fakten statt Mythen sprechen lassen.

Um Handy und Handymast ranken sich viele Mythen. Fakt ist, dass die österreichweit geltenden Grenzwerte für die Exposition mit elektromagnetischen Feldern (EMF) auf den niedrigsten etablierten gesundheitlichen Effekten basieren. In der ärztlichen Praxis werden immer wieder unterschiedliche Symptome wie zum Beispiel Kopfweh und Schlafstörungen mit Handys und Handymasten in Verbindung gebracht. Die WHO kommt in ihrem Fact Sheet 296 zu Elektrohypersensitivität (EHS) zu folgendem Schluss: „EHS ist durch eine Vielzahl unspezifischer Symptome gekennzeichnet, die von Fall zu Fall variieren. Die Symptome sind zweifellos real und können in ihrem Schweregrad stark schwanken. Es gibt keine eindeutigen Diagnosekriterien für EHS und es gibt auch keine wissenschaftliche Basis, um EHS-Symptome mit der Einwirkung von EMF in Verbindung zu bringen.“ Aktuell hat die WHO ihr Fact Sheet 193 zu Mobiltelefonen, unter anderem basierend auf den Ergebnissen des Interphone-Projekts, überarbeitet und fasst in den Key Facts zusammen, dass „... aktuell keine gesundheitsgefährdenden Effekte für Mobiltelefonnutzung etabliert sind, weitere Studien ... laufen und ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr durch Mobiltelefonieren des Fahrers gegeben ist“.

Gesundheitsschädliche Effekte wurden trotz intensiver Forschung nicht festgestellt. Die Grenzwerte und der wissenschaftliche Kenntnisstand werden durch internationale und nationale Expertengruppen regelmäßig überprüft und bewertet. Hinweisen auf mögliche Effekte wird weiter nachgegangen. Ein 100%iger Risikoausschluss ist wissenschaftstheoretisch nicht möglich. Relativ gut messbar ist aber die EMF-Exposition des Menschen, diese liegt in der Nähe eines Handymasts üblicherweise um den Faktor 1.000 bis 10.000 unter der Exposition mit dem Handy beim Telefonieren – im Standby-Modus sendet das Handy nicht permanent.

„Grenzwerte und wissenschaftlicher Kenntnisstand werden durch Expertengruppen regelmäßig überprüft.“ Mag. Maximilian Maier Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation – freiwillige Interessensvertretung der Mobilfunkbranche in Österreich.

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