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Foto: Pfizer
Dr. Robin Rumler Pfizer Austria, Präsident der Pharmig, des Branchenverbandes der Pharmaindustrie
 
Standpunkte 19. Mai 2010

Freiwillige Selbstregulierung ist beispielgebend.

Eine erfolgreiche Erforschung von Arzneimitteln ist ohne Zusammenarbeit verschiedenster Partner im Gesundheitssystem nicht denkbar. Dabei gilt es, die Grundregeln dieser Zusammenarbeit auf transparente und faire Weise im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu gestalten. Transparenz ist besonders im Gesundheitssystem ein wichtiges und sensibles Thema. Ich begrüße in diesem Zusammenhang jede Maßnahme zur Erhöhung der Transparenz, weil das vertrauensbildend für die Öffentlichkeit ist. Der Verhaltenskodex der Pharmig ist hier beispielgebend. Wir haben in Österreich schon seit Jahren durch diesen Kodex ein entsprechendes Reglement für die Zusammenarbeit, dem sich alle Mitglieder verschrieben haben. Der Kodex steht für die Einhaltung ethischer Verhaltensweisen und Transparenz. Diese freiwillige Selbstregulierung zeugt vom klaren Willen unserer Mitglieder, eine hohe Branchenkultur zu leben. Wir setzen damit ein klares Zeichen, um den vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln aktiv zu fördern. Gleichzeitig sollten wir aber auch vermehrt über unsere Leistungen informieren. Wichtig für den Therapieerfolg ist auch das Verständnis um Wirkung und mögliche Nebenwirkungen eines Medikamentes, das erhöht die Compliance. Dieses Verständnis muss gefördert und angesprochen werden. Patienten sollten Zugang zu objektiven Informationen über jene Medikamente haben, die sie einnehmen. Arzneimittel sind wertvolle, technisch hoch entwickelte Güter und bilden einen wesentlichen Bestandteil in der Gesundheitsversorgung unserer Gesellschaft. Offenheit kann also auch den effizienten Einsatz von Medikamenten fördern – im Sinne der Patienten und nicht zuletzt im Sinne der Finanzierbarkeit. Denn das aus Unverständnis nicht genommene Medikament ist oft das teuerste.

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