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Foto: Privat
Robert Rockenbauer Sprecher der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher, Leiter des Beratungszentrums für Nichtraucher und Raucher in Innsbruck
 
Standpunkte 16. März 2010

Haben Raucher die „Lizenz zum Töten“?

Das österreichische Tabakgesetz ist ein Skandal, weil es eher Raucher schützt als Nichtrauchern nützt. Der Staat zeigt keine Skrupel, 60 Millionen Euro pro Jahr an Tabaksteuer von jugendlichen Rauchen einzunehmen, aber nichts davon für die Prävention zu verwenden. Der Gesundheitsminister wirkt in der Öffentlichkeit unsicher. Es fehlt an Deutlichkeit und Bereitschaft, das untaugliche Tabakgesetz zu ändern. Mit Halbherzigkeit ist dem Problem „Rauchen“ nicht beizukommen. Österreich diskutiert, andere Länder handeln, von Irland, Norwegen oder Italien über Schweden bis Malta und von England und Frankreich bis Slowenien. Ein von Wirten und Rauchern ignoriertes Tabakgesetz hätte schon längst geändert werden müssen. Rauchen ist laut WHO die wichtigste vermeidbare Krankheits- und Todesursache. Wichtigstes Ziel muss es daher sein, den Tabakkonsum zu reduzieren und die Nichtraucher vor den Einwirkungen des Tabakrauchs wirksam zu schützen. Die einzige Lösung ist ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen einschließlich der Gastronomie. Denn nur ein für alle geltendes Rauchverbot schützt Gäste und Personal ausreichend vor gesundheitlichen Schäden. 78 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Vor wem haben die Politiker also Angst? Rauchen muss sich auf jene Personen beschränken, die sich in ihrem gesundheitsschädigenden Tun einig sind und dabei nicht andere Personen mit Tabakrauch belästigen und gefährden. Da kann es keine Toleranz geben, denn Gesundheitsschädigung ist nicht toleranzfähig.

  • Herr Richard Hagenauer, 25.10.2010 um 17:15:

    „Natürlich haben die Raucher eine Linzenz zum Töten! Das Töten ist sogar von der Politik legalisiert. Getötet werden darf fast überall! Sogar Babys, Kinder und Jugendliche müssen daran glauben!

    Millionen Menschen werden von der hochgiftigen Droge Nikotin körperlich schwerst geschädigt. Hunderttausende werden umgebracht, darunter unzählige Kinder und Jugendliche. Das kümmert weder Politiker, Staatsanwälte, Richter noch die Kirchen! Tot ist tot, gleichgültig ob man erstochen, erschossen oder mit Nikotin vergiftet wird! Wo bleibt der Aufschrei der Menschheit? Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Staates? Warum hört man nicht auf Robert Rockenbauer? Wann kommt endlich ein totales Rauchverbot ohne irgendwelche Ausnahmen?“

  • Frau Rentnerin Birgit Kübler, 08.04.2011 um 03:55:

    „Eine Lizenz zum Töten kann es nicht geben!
    Lebensschutz und Gesundheitsschutz sind nicht verhandelbar!

    Raucher bzw. Nikotiniker können selbstverständlich kein Recht haben, ihre Mitmenschen mit Tabakrauchgiften zu töten und zu schädigen, denn jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit bzw. Gesundheitsschutz und Lebensschutz.
    Nicht rauchende Menschen müssen sich nicht zwangsvergiften lassen, weil Nikotiniker rauchen wollen bzw. müssen. Und weil Politiker die Pflicht haben, Schaden vom Volke abzuwenden und dessen Wohlergehen zu mehren, dürfen sie keine Gesetze verabschieden, die uns gefährden, schädigen, nötigen, krankmachen und sogar umbringen.

    Politiker, die sich stark machen fürs Rauchen und somit Krankheit, Elend und Tod der nicht rauchenden und rauchenden Menschen und zukünftigen Generationen in Kauf nehmen, sind mitschuldig, wenn Menschen wegen Tabakkonsums und Zwangsberauchung erkranken und sterben, und tun genau das Gegenteil von dem, wozu sie verpflichtet sind und wofür sie mit unseren Steuergeldern bezahlt werden: Uns schützen zu müssen.

    Quintessenz: Politiker dürfen aus vorgenannten Gründen den Nikotinikern keine Lizenz zum Töten geben, weil sie somit gegen fundamentale Gesetze und die Menschenrechte verstoßen und außerdem wider ihren Amtseid handeln. Die Pflicht des Staates umfaßt die Pflicht zur Risikoabwehr!

    Ich beende meinen Standpunkt mit einem Zitat vom britischen Staatsmann, William Gladstone: "Was moralisch falsch ist, kann nicht politisch richtig sein!"

    Mit friedlichen Grüßen

    Birgit Kübler“

  • Herr Richard Hagenauer, 13.07.2013 um 14:13:

    „Auch die WHO geht im Tabakverbot nur einen halbherzigen und deshalb nicht akzeptablen Weg. Wie will sie die Kranken, Süchtigen und Toten rechtfertigen, die es bei einem nur verbesserten Rauchverbot weiterhin geben wird?
    Ein Beispiel! Eine Ehepaar mit 10 Kindern verprügelt mit drei Schlagstöcken ihre Kinder täglich mehrere mal. Allesamt haben bereits körperliche Schäden erlitten. Vier davon sind schon verkrüppelt und zwei gestorben. Diesen Zustand erfährt das Jugendamt und erlässt folgende Verfügung:

    1. Zum verprügeln der Kinder dürfen nur noch 2 Schlagstöcke eingesetzt werden!
    2. Die Kinder dürfen täglich nur noch zweimal geschlagen werden!
    3. Es darf jährlich nur noch ein Kind zum Krüppel geschlagen werden!
    4. Die körperlichen Schäden sind um 20% zu reduzieren!
    5. Die zu Tode Geschlagenen sollten möglichst reduziert werden!
    6. Die Kosten für ein Bündel Schlagstöcke werden um 50 Cent erhöht, damit das Schlagen teurer wird!
    7. Diese Verfügung sollte als Vorbild weltweit Gültigkeit bekommen!

    Das Jugendamt gibt dies öffentlich bekannt unter dem Titel: “Strikterer, absoluter Kinder-Nichtschlagschutz”!
    Es wird jedoch gefordert, die Preise für Schlagstöcke noch weiter zu erhöhen!“

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