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Asiatische Tigermücke
 
Infektiologie 11. Juli 2012

Brasilien setzt genmanipulierte Mücken gegen Dengue-Fieber ein

Insekten sollen nicht lebensfähigen Nachwuchs produzieren.

Im Kampf gegen das Dengue-Fieber will Brasilien im großen Stil genmanipulierte Mücken züchten. Nach einem vom Gesundheitsministerium vorgestellten Plan sollen genmanipulierte männliche Mücken der Art "Aedes aegypti", die Überträger des Dengue-Fiebers ist, freigesetzt werden. Sie sollen sich dann mit weiblichen Exemplaren paaren. Die Genmanipulation führt dem Ministerium zufolge dazu, dass der Nachwuchs nach kurzer Zeit stirbt. Damit könne die Population der "Aedes aegypti"-Mücken verringert werden.

Dem Ministerium zufolge wurde die Methode bereits in zwei mückenverseuchten Dörfern getestet. Dort sei die Mückenpopulation binnen sechs Monaten um 90 Prozent zurückgegangen. Eine am Samstag eröffnete Fabrik im Staat Bahía im Nordosten des Landes soll künftig pro Woche vier Millionen der transgenen Insekten produzieren.

Das durch die Stechmücken übertragene Dengue-Virus führt zu hohem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen. In schweren Fällen kann ein hämorrhagisches Fieber mit Blutungen auftreten, die Krankheit kann zum Tode führen. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres erkrankten in Brasilien eine halbe Million Menschen an Dengue-Fieber.

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