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Urologie 6. Februar 2013

Mehr Fernsehen macht weniger Spermien


US-Wissenschafter haben herausgefunden, dass die Reduktion der Spermenanzahl bis zu 44 Prozent ausmacht. Ausschlaggebend ist die körperliche Bewegung.

Schlechte Nachricht für TV-Couch-Potatoes: Mehr als 20 Stunden vor dem Fernseher pro Woche lässt bei 18- bis 22-jährigen Männern die Zahl der Spermien im Vergleich zu Altersgenossen mit geringer Zeit vor dem Bildschirm um 44 Prozent sinken. Umgekehrt treiben mehr als 15 Stunden moderaten bis intensiven Ausgleichssport bei Männern die Spermienanzahl um 73 Prozent in die Höhe - im Vergleich solchen, die sehr wenig Sport betreiben. Das hat eine US-Studie ergeben, die im angesehenen British Medical Journal veröffentlicht worden ist.



Untersucht wurden in der Studie 189 Männer aus Rochester im US-Staat New York. Es ging in der Studie von Audrey Jane Gaskins und von Jorge Chavarro von der Harvard School of Public Health (Boston) um die Bestimmung des Einflusses eines sitzenden Lebensstils bei gesunden jungen Männern auf die Spermienqualität.

Je nach TV-, DVD- oder Videokonsum bzw. je nach dem zeitlichen Engagement beim Sport zeigten sich die Veränderungen bei der Zahl der Spermien, nicht aber bei ihrer Beweglichkeit und bei anderen Kriterien. Eine geringere Spermienzahl muss nicht unbedingt eine Einschränkung der Fertilität bedeuten. Mehr als die Hälfte der Probanden - so eine Aussendung des British Medical Journal - hatte Normalgewicht, drei Viertel waren Nichtraucher.

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