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Sexualität nach Brustkrebs – als Paar überleben

Mit der Krankheit Brustkrebs ist ein massiver Einschnitt in die Sexualität der meisten betroffenen Paare passiert. Angst vor Erkrankung, Operation, Behandlung, Nebenwirkungen, Siechtum und Tod treten krisenhaft in den Vordergrund des Erlebens, die Sexualität tritt in den Hintergrund. Alles konzentriert sich auf das Bewältigen der belastenden Situation, die Auseinandersetzung mit Sexualität wird oft als unangemessen erlebt und auf später verschoben. Viele Frauen werden vom Trauma Brustkrebs und der darauf folgenden Behandlung so überwältigt, dass sie alle ihre psychischen Ressourcen für sich benötigen. Das Angebot der Männer zur gemeinsamen Sexualität wird von Frauen in dieser Situation oft grundsätzlich negativ als Forderung und zu erfüllende Erwartungshaltung erfahren. Die mitgelieferten positiven Aspekte der Hinwendung und des Interesses können daher oft gar nicht wahrgenommen werden. Die folgende Arbeit soll dazu zunächst einen geschlechtsspezifischen schematischen Überblick bieten. Wir haben auf der Basis unserer langjährigen psychoonkologisch-psychotherapeutischen Arbeit ein psychodynamisches Modell entwickelt, das wir nun erstmals vorstellen möchten (Model of Sexual Re-Bonding after Breast Cancer), um weibliche und männliche Sichtweisen und Erlebniswelten in ihrer Übereinstimmung und ihren Unterschieden nach Brustkrebs aufzuzeigen. Dies soll Paaren einerseits und (psycho-) onkologischen BehandlerInnen anderseits helfen, wahrzunehmen, wo und wie Konflikte entstehen und wie diese bewältigt werden können.

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