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Innere Medizin 2. November 2015

Anti-Pein-Cocktail

Weniger Schmerz – kürzerer Klinikaufenthalt.

Orthopädie-Patienten einer dänischen Uniklinik können nach einer Operation im Schnitt um einen Tag früher als bisher aus dem Spital entlassen werden, weil sie vor dem Eingriff eine neue, evidenzbasierte Kombination von Schmerzmedikamenten erhalten.

Die Behandlung verbessern, den Klinikaufenthalt verkürzen und damit die Kosten senken: Die orthopädische Abteilung der Universitätsklinik Aarhus (Dänemark) hat das geschafft, nachdem sie ihre präoperative Schmerzmedikation konsequent, nach neuen evidenzbasierten Erkenntnissen, ausgerichtet hat. Die dänische Anästhesistin Dr. Jytte Møller stellte die Begleitstudie zu diesem Umstellungsprozess beim 9. Kongress der Europäischen Schmerzföderation EFIC „Pain in Europe IX“ in Wien vor.

„Mithilfe einer neuen multimodalen Schmerzmittelmedikation hat sich die Dauer des Klinikaufenthalts der Betroffenen um rund 27 Prozent verkürzt. Konkret ist die durchschnittliche Spitals-Aufenthaltsdauer von 3,18 auf 2,32 Tage gesunken“, berichtete Møller.

Für die Begleitstudie hat die Uniklinik Aarhus die Aufenthaltsdauer der Patienten in der orthopädischen Abteilung je 28 Monate vor und nach der Einführung der neuen präoperativen Medikation ausgewertet und verglichen. Während des gesamten Zeitraumes wurden 5.717 Erwachsene behandelt, 2.732 vor und 2.986 nach der Neuerung. Folgende Medikamente wurden für die neue analgetische Kombination von Medikamenten vor der Operation ausgewählt, weil ihr Einsatz durch Studien gut dokumentiert und ihre Wirksamkeit klar nachgewiesen ist: Paracetamol 2 g, Celecoxib 400 mg, Dexamethason 8 mg (bzw. 16 mg bei großen chirurgischen Eingriffen) sowie PreOp-Drink 200 ml. „Die Anwendung neuer, multimodaler analgetischer Techniken ist eine Möglichkeit, die steigenden Ansprüche an eine effektive Behandlung mit den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen zu vereinbaren“, resümierte Møller.

Quelle: EFIC Abstract Møller et al: Reduction in hospitalisation by 27 % after the introduction of a new multimodal pre-operative medication

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