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Neurologie 22. November 2011

Akupunktur bei Migräne

Migräneattacken lassen sich mit Akupunktur besser vorbeugen als mit Flunarizin, so das Ergebnis einer Studie aus China.

In einer Studie zur Migräneprophylaxe wurden 140 Patienten, die an Migräne mit oder ohne Aura litten, randomisiert zwei Therapiegruppen zugeteilt. Gruppe 1 erhielt dreimal pro Woche eine Akupunkturbehandlung plus Placebo als Tablette jeden Abend, Gruppe 2 entsprechend eine Scheinakupunktur plus Flunarizin (10 mg in den ersten beiden Wochen, danach 5 mg).

Der Erfolg der Therapie wurde nach 4 und 16 Wochen erfasst (Pain 2011; 152: 1864). Primärer Studienendpunkt war der Anteil der Patienten (Responderrate), bei denen es zu einer Reduktion der Migränetage um mindestens 50 Prozent kam. Die Responderrate war in der Akupunktur-Gruppe mit 56 Prozent statistisch signifikant höher als in der Flunarizin-Gruppe (37 Prozent; p < 0,05).

Keine signifikanten Unterschiede ergaben sich für sekundäre Endpunkte, zu denen etwa die Zahl der Migränetage, die mit einer visuellen Analogskala bestimmte Schmerzstärke und die anhand des SF-36-Fragebogens ermittelte Lebensqualität gehörten.

Wang, L. P. et al.: Pain 2011; 152(8):1864–71

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