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Schmerz 25. Mai 2011

Schmerzen gehören nicht zum Alter

Schmerzen sind auch im Alter behandelbar. Doch bei der Therapie müssen Ärzte die körperlichen, geistigen und seelischen Besonderheiten älterer Menschen berücksichtigen. „Wir dürfen als Ärzte nicht der Stereotypie verfallen, Schmerz gehöre zum Alter“, sagte Dr. N. Rupprecht Siegel vom Geriatriezentrum Neuburg auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag, der Ende März in Frankfurt am Main stattfand. Einerseits sei es eine Tatsache, dass viele ältere Menschen ihrem Arzt gegenüber die Schmerzen nicht ansprechen, sondern diese erdulden – Stichwort: „underreporting of pain“. Andererseits nehme die Schmerzintensität im Alter langsamer ab, so Siegel, und die Behandlungsdauer müsse dementsprechend verlängert werden: Während jüngere Menschen schon innerhalb von sechs Tagen eine Schmerzreduktion auf ein passables Niveau erreichen, brauchen 60- bis 80-Jährige dafür 18 Tage, Menschen über 80 Jahre sogar vier Wochen. „Fast die Hälfte der 60- bis 75-Jährigen und über die Hälfte der über 75-Jährigen leiden gleichzeitig unter mehreren Schmerzformen“, so Siegel. Bei Mehrfacherkrankungen im Alter müssten Ärzte von internationalen Leitlinie, dem WHO-Stufenschema für die Schmerzbehandlung, abweichen, meinte Siegel, denn es müsse auch bedacht werden, dass mitunter die Funktion von Leber und Niere stark eingeschränkt sein kann. Im Umgang mit älteren Patienten sei ferner zu erfragen, welche Aktivitäten ihnen lieb sind, um diese möglichst lang aufrecht zu erhalten.

 

Quelle: Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx.

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