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Schmerz 12. November 2008

Wollen sie nicht? Können sie nicht?

Europaweite Studie zeigt ärztliche Mängel in der Schmerztherapie.

Das alarmierende Zwischenergebnis einer Schmerztherapie-Studie: 77 Prozent der Patienten hatten drei Monate nach Therapiebeginn noch gleich starke oder sogar schlimmere Schmerzen.

„Entweder wird Schmerz noch nicht ausreichend ernst genommen oder große Teile der Kollegenschaft sind nicht auf dem neuesten Stand der therapeutischen Möglichkeiten“, kommentiert Prof. Dr. Rudolf Likar, Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerzmedizin, Onkologie und Palliativmedizin (ZISOP) in Klagenfurt, die Pain-STORY-Daten (Pain Study Tracking Ongoing Responses for a Year).

In die Studie wurden 403 Patienten mit nicht von Tumoren verursachten Schmerzen einbezogen. Nur 81 Prozent wurden therapiert, den anderen wurde geraten, abzuwarten. Von den medikamentös Behandelten erhielten nur 13 Prozent starke Opioide, obwohl diese nach dem WHO-Stufenschema angebracht wären.

Über die Hälfte der Patienten litt unter unbehandelten Nebenwirkungen der Medikation.

B&K/PH, Ärzte Woche

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