zur Navigation zum Inhalt
 
Chirurgie 17. November 2009

Minimal invasiv gegen Trigeminusneuralgie

Therapie-Goldstandard bei Trigeminusneuralgie ist die Mikrovaskuläre Dekompression (MVD) mit Eröffnung des Schädels. „Obwohl die MVD fast keine Sterberate aufweist, haben viele Patienten Angst, sich einem so schweren Eingriff zu unterziehen“, erklärt Ass.-Prof. Dr. Heber Ferraz-Leite, Univ.-Kinik für Neurochirurgie, AKH Wien. Der Einsatz minimal invasiver Methoden ist ohne bzw. mit nur kurzen Narkosen und Spitalsaufenthalten möglich. Zur Verfügung stehen unter anderem das Gamma-Knife, die Ballonkompression des Ganglium gasseri, die Radiofrequenz-Thermokoagulation, die Pulsierende Radiofrequenz Therapie und die Retroganglionäre Glycerol Rhizomie.

Ferraz-Leite: „Man sieht, dass sich Menschen, die ohnehin schon starke Schmerzen durch ihre Trigeminusneuralgie erleiden, nicht auch noch einer offenen Schädeloperation unterziehen müssen, um Schmerzfreiheit zu erlangen. Mit minimal invasiven Methoden erzielen wir auch akzeptable Ergebnisse ohne diese Belastung.“

 

Quelle: 9. Österreichische Schmerzwochen, 12.–25. Oktober 2009, Wien.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben