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Neurologie 16. Oktober 2009

Schmerz-Spezialisten

Im Oktober 2009 startete bereits der zweite Lehrgang für interdisziplinäre Schmerzmedizin.

Im Mai 2009 absolvierten die ersten Studierenden den zweijährigen postgraduellen Universitätslehrgang für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ismed) an der Medizinischen Universität Wien. Im Oktober startet der zweite ismed-Lehrgang. Spät entschlossene Interessenten können sich nach Restplätzen erkundigen.

„Bereits der erste Jahrgang war ein voller Erfolg: Mittels anonymer Evaluierung wurde die Qualität der Referenten in jedem Modul als herausragend eingestuft. Das spornt uns für den zweiten Jahrgang an“, berichtet Initiator und Lehrgangsleiter von ismed, Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Wilhelminenspital der Stadt Wien. Der erste berufsbegleitende Lehrgang war mit 30 Teilnehmern vollständig ausgebucht.

Schmerzspezialisten gefragt

Die Studierenden des ersten Universitätslehrganges waren erfahrene Schmerzmediziner, zum Großteil Anästhesisten, aber auch Orthopäden, physikalische Mediziner und auf Schmerztherapie spezialisierte Allgemeinmediziner aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das ismed-Studienangebot richtet sich an alle Ärzte, die in der Schmerzmedizin tätig sind – Mediziner mit praktischer Berufserfahrung und bereits absolvierten Fortbildungen in der Schmerztherapie.

Gustorff: „Der Bedarf an Schmerzmedizinern wird europaweit die nächsten Jahre deutlich ansteigen. Und gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise lohnt es sich, in seine Fortbildung zu investieren. Die große Resonanz auf ismed bestätigt zudem den Bedarf für unser Angebot. Unsere Absolventen werden einen maßgeblichen Impuls für die angewandte Schmerzforschung bringen und damit die Schmerzbehandlung der Patienten verbessern.“

Schmerzfreiheit als oberstes Ziel

Ziel von ismed ist es, die Studierenden in spezieller Schmerzmedizin umfassend und interdisziplinär zu unterrichten und zu hoch qualifizierten Schmerztherapeuten auszubilden. Dabei will ismed mehr als nur ein Kurs zur Schmerztherapie und mehr als ein Vertiefungsstudium der Diagnosen mit chronischen Schmerzen in den diversen Fachgebieten sein: Neben der Vermittlung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Fertigkeiten wird besonders großer Wert auf Differentialdiagnosen gelegt, um Fertigkeiten bei der Diagnose komplexer Schmerzsyndrome zu fördern.

Das Studium der diversen Therapieformen aus den verschiedenen Fachgebieten steht aus diesem Grund genauso auf dem Lehrplan wie das Training invasiver Behandlungstechniken am anatomischen Präparat und Kommunikationstrainings zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Verständigung. Gustorff erläutert: „Algesiologie ist die medizinische Kompetenz der Zukunft! Unser Motto lautet: Die besten Köpfe! Das gilt für die Lehrenden und auch für die Studierenden.“ Die ismed-Lehrkräfte sind dementsprechend nationale und internationale Experten auf ihrem Gebiet, mit ausgewiesener praktischer Expertise – wie etwa Prof. Dr. Marcus Köller, MUW, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Doz. Dr. Rudolf Likar, Leiter der Schmerzambulanz im LKH Klagenfurt und Prof. Dr. Christoph Maier, Inhaber der Stiftungsprofessur für Schmerztherapie an der Ruhr-Universität Bochum.

 

Quelle: Presseinformation Medizinische Universität Wien

 

Information für Spätstarter:

www.meduniwien.ac.at/ismed

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