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Foto: Ärzte-Woche-Montage
Die Vorteile der Operation liegen auf der Hand.
 
Orthopädie 8. Oktober 2009

Aus dem Handgelenk

Karpaltunnelsyndrom besser chirurgisch behandeln.

Die Operation eines Karpaltunnelsyndroms bei Patienten, die keine Anzeichen einer Denervation aufweisen, liefert bessere Ergebnisse als die nicht-chirurgische Behandlung.

In einer randomisierten kontrollierten Studie wiesen die Autoren 116 Patienten aus acht Zentren verblindet entweder einer Operation des Karpaltunnelsyndroms (57 Patienten) oder einer nicht-chirurgischen Behandlung zu (darunter Handtherapie und Ultraschall, 59 Patienten). Primärer Ergebnisparameter war die Handfunktion nach zwölf Monaten (CTSAQ-Score/Carpal Tunnel Syndrome Assessment). Die Analyse zeigte einen auf zwölf Monate bereinigten signifikanten Vorteil der chirurgischen Eingriffe bezüglich Funktion und Symptomatik (berechnet anhand des Anteils jener Patienten, die eine zumindest 30-prozentige Verbesserung des CTSAQ-Werts für die entsprechenden Indikatoren erreichten und nur minimale Beeinträchtigungen in der täglichen Arbeit hatten). 46 Prozent der operierten Patienten erreichten alle drei Kriterien, verglichen mit 27 Prozent der nicht-operierten Patienten.

Allerdings berichteten einige operierte Patienten von anhaltenden Symptomen. 61 Prozent der nicht-operierten Patienten lehnten eine Operation generell ab.

 

 

Quelle: Jarvik, J. G. et al.: Lancet 2009; 374: 1074–81

www.thelancet.com/PH, Ärzte Woche 41 /2009

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