zur Navigation zum Inhalt
 
Anästhesie 6. Oktober 2009

Botulinumtoxin A gegen Migräne

Die hochgiftige Substanz kann Patienten helfen, die unter der chronischen Form der Erkrankung leiden. So hat eine Studie mit fast 1.400 europäischen und nordamerikanischen Patienten ergeben, dass Injektionen mit dem Toxin innerhalb von vier Wochen die Zahl der Kopfschmerztage deutlich stärker verringerte, als die Injektion mit Placebo.

Zum Ende des 24-wöchigen Versuchszeitraums hatten die Patienten etwa neun schmerzfreie Tage im Monat gewonnen, berichtete Professor Hans-Christoph Diener, Leiter der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Nürnberg. Bei der chronischen Migräne leiden die Patienten über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten mehr als 15 Tage im Monat an ihren Schmerzen.

Botolinumtoxin war in den vergangenen Jahren auch zur Verhinderung von Krankheitsattacken bei der episodischen Migräne erprobt worden, die den Großteil der Patienten betrifft. Diese Versuche waren jedoch erfolglos verlaufen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben