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Rheumatologie 8. April 2008

Erhöhtes Insultrisiko

Rheumatoide Arthritis erhöht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, in einem nahezu ebensolchen Ausmaß wie Bluthochdruck. Das zeigen die Daten einer umfangreichen Studie, die im Vorjahr auf der Jahrestagung des American College of Rheumatology präsentiert wurden.
Dass Patienten mit rheumatoider Arthritis vermehrt an koronarer Herzerkrankung leiden und auch häufiger einen Herzinfarkt erleiden als die gelenkgesunde Bevölkerung, war bereits bekannt. In der Studie untersuchten die Forscher um Dr. Alison Endean die Daten von insgesamt sieben Millionen Patienten auf Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall wie Alter, Geschlecht, BMI, Bluthockdruck, Rauchen usw., aber auch den Gebrauch von DMARDs oder Steroiden.

Dramatischer Anstieg

Gleich zu Anfang zeigte sich, dass Patienten mit rheumatoider Arthritis öfter rauchen und Herzprobleme haben als die Kontrollgruppe Gelenkgesunder.
Insgesamt zeigte sich, dass das Risiko für einen Insult bei Patienten mit rheumatoider Arthritis um 67 Prozent erhöht ist, und damit nur etwas weniger als bei Patienten mit Bluthochdruck.
Nicht signifikant ins Gewicht fiel laut Endean die Behandlung mit DMARDs – egal ob als Monotherapie oder in Kombination mit einer anderen Medikation. Da die Untersuchung im Zeitraum 1987 bis 2002 durchgeführt wurde, liefert sie keinerlei Information zu den eventuell mit Biologika im Zusammenhang stehenden Schlaganfallrisiken.

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