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Rheumatologie 1. Februar 2009

Arthritis – rechtzeitig handeln heißt behandeln

Die Rheumatoide Arthritis (RA) stellt die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung im Erwachsenenalter dar und zeigt meist einen destruierenden Verlauf. Die Folgen der Erkrankung – Funktionseinbußen bis hin zur Invalidität – machen eine frühe Therapie erforderlich. Die Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass ein Behandlungsbeginn innerhalb der ersten 3 Monate nach Einsetzen der Beschwerden für eine nachhaltige Verbesserung der Prognose und des Therapieerfolges wichtig ist. In der Frühphase der Erkrankung sind die Kriterien zur Klassifikation einer RA meist nicht erfüllt. Eine frühe therapeutische Intervention eröffnet generell die Möglichkeit, eine Chronifizierung der Arthritis zu verhindern. Daher ist aus heutiger Sicht die Entscheidung für eine rasche adäquate krankheitsmodulierende Therapie je nach Risikoprofil wichtig. Alter, Geschlecht, Befall der Hände, positiver Rheumafaktor sowie der Nachweis von Antikörpern gegen cyklisches citrulliniertes Peptid (anti-CCP Ak) sind Prädiktoren für die Entwicklung einer RA. Neben den nativradiologischen Untersuchungen stehen mit der Magnetresonanztomographie, Power-Doppler- oder Kontrastmittel-Sonographie Verfahren zur Verfügung, die sowohl eine Synovitis als auch erosive Veränderungen in sehr frühen Phasen erfassen können. Bei Patientiennen mit nicht-klassifizierbaren, sog. undifferenzierten Arthritiden, bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung eines destruierenden Arthritis im Sinne einer RA besteht, sollte eine adäquate Basistherapie, am besten mit Methotrexat, begonnen werden.

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