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Rheumatologie 1. Februar 2009

Neue Option in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis: Abatacept, ein selektiver Modulator der T-Zell-Kostimulation

Seit kurzem sind neue Biologika wie Abatacept zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) verfügbar, welche auch nach Versagen einer anti-TNF-α-Therapie erfolgreich eingesetzt werden können. Die Wirksamkeit von Abatacept bei RA-Patienten wurde in mehreren klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien gezeigt. Abatacept wurde dabei als Monotherapie, in Kombination mit Methotrexat (MTX) nach MTX-Versagen, in Kombination mit MTX nach Versagen einer anti-TNF-α-Therapie und in Kombination mit einer anti-TNF-α-Therapie eingesetzt. Weiters wurde ein direkter Vergleich zwischen den Kombinationen Abatacept/MTX und Infliximab/MTX durchgeführt. Die bisherigen Daten über Abatacept zeigen ein insgesamt günstiges Nebenwirkungsprofil. Zwar treten schwerwiegende Infektionen unter Abatacept etwas häufiger als unter Plazebo auf, die Rate an unerwünschten Wirkungen ist aber nicht höher als bei anderen Biologika. Opportunistische Infekte sind unter Abatacept selten, Malignome wurden bisher nicht häufiger beobachtet, als bei RA-Patienten erwartet wird. Weitere Studien sind nun zu erwarten, um seltene unerwünschte Wirkungen und Langzeitnebenwirkungen zu erfassen.

Christian Dejaco, Christina Duftner, Edith Wipfler, Michael Schirmer, Wiener Medizinische Wochenschrift 3/4/2009

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