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Orthopädie 4. Juli 2008

Einen Tag Wachau

Von Dr. Bernhard Rintelen, Stockerau

Zum 6. Mal hat das Niederösterreichische Zentrum für Rheumatolgie am Landesklinikum Weinviertel Stockerau in Zusammenarbeit mit dem Karl-Landsteiner-Institut für klinische Rheumatologie und der österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation einen Rheumatag in Spitz an der Donau abgehalten.
Die Veranstaltung war mit über 200 registrierten Teilnehmern aus ganz Österreich so gut besucht wie noch nie in ihrer bisherigen Geschichte. Der Wunsch an die Referenten aus fünf Bundesländern war, die gestellten Themen praxisbezogen zu präsentieren, welches gemäß der ersten Reaktionen der Teilnehmer auch gelungen war.

Referentenbeiträge

Dr. Thomas Nothnagl sowie Dr. Pia Haindl vom Niederösterreichischen Zentrum für Rheumatologie präsentierten je einen Fallbericht, eine Früharthritis sowie als Kontrast eine Patientin mit einer lang bestehenden rheumatoiden Arthritis mit Versagen auf multiple DMARD´s.
Prof. Dr. Hans Peter Brezinschek, Medizinische Universität Graz, behandelte das wesentliche und immer wichtiger werdende Thema „Impfungen bei Basistherapien“. Impfungen sollten, wenn möglich, vor der Einleitung einer Basistherapie erfolgen, sei es nun vor Methotrexat, aber vor allem vor Rituximab. Das Thema „Medikamentöse Therapieoptionen der Osteoporose anhand von Beispielen“ (Dr. Rintelen, Stockerau) zeigte fünf unterschiedliche Wege der Therapie dieser Erkrankung anhand von fünf verschiedenen Krankengeschichten. Osteoporose als unerwünschte Folge einer medikamentösen Therapie war anschließend auch beim Beitrag von Dr. Günter Höfle, Landeskrankenhaus Hohenems, im Thema „Kortison in der Rheumatologie“ ein wichtiger Aspekt. Anhand von Literaturzitaten wurde dieses Medikament umfangreich vorgestellt, die Kortisontherapie anschließend auch lebhaft diskutiert.
Prof. DDr. Manfred Herold, Medizinische Universität Innsbruck, trug das Ergebnis der 3E-Initiative über Methotrexat vor, „Ein etabliertes Medikament neu betrachtet“.
Einen Consensus von Rheumatologen aus 17 Ländern, der im März dieses Jahres nach jahrelanger Vorbereitung unter der Leitung von Prof. Maxime Dougados, Chantilly, Frankreich, gefunden wurde. Auch eine österreichische Arbeitsgruppe war unter der Leitung von Dr. Burkhard Leeb, Leiter des niederösterreichischen Zentrums für Rheumatologie am Krankenhaus Stockerau, daran beteiligt. Es entstanden zehn Empfehlungen die auch demnächst publiziert werden und die auch zeigen, dass der Goldstandard in der Therapie der rheumatoiden Arthritis sowie die Anwendung dieses Medikamentes zu einem großen Teil auf Expertenmeinung basiert.
Doz. Dr. Edmund Cauza, Wilhelminenspital der Stadt Wien, behandelte die „Trainingstherapie bei rheumatischen Erkrankungen“ und konnte eigene positive Daten zum Krafttraining bei der rheumatoiden Arthritis zeigen. Zum Abschluss referierte Leeb über Rituximab und Abatacept unter dem Thema „Was tun, wenn TNF-alpha-Blocker versagen“.
An dieser Stelle sei nochmals allen Vertretern der Industrie für die Zusammenarbeit bei der Organisation herzlich gedankt, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht durchführbar gewesen wäre.

Kontakt: Dr. Bernhard Rintelen,
Landesklinikum Weinviertel Stockerau,
2. Medizinische Abteilung
E-Mail:

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