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© MHH/Kaiser
Das Bild zeigt Phil, der als Erster den „Goldenen Äskulapstab“ bekommen hat. „Wenn das Sportabzeichen in jedem Zeugnis stehen könnte – das wäre schon cool!“, sagt Phil. Hinter ihm v. l. n. r.: Prof. Dr. Uwe Tegtbur, Reinhard Rawe, Frauke Heiligenstadt, Bä
 

Goldener Äskulapstab für krebskranken Sportler

Niedersachsen. Schwer kranke Kinder trainieren schon im Krankenbett für die Zeit nach der Therapie. Der 14-jährige Patient Phil wurde für seine Trainingsleistungen von der Landesregierung ausgezeichnet.

MMH„Sport zu treiben, kann für Kinder mit einer schweren Erkrankung von großer Bedeutung sein, denn Sport vermittelt ein positives Gefühl für den eigenen Körper und kann das Vertrauen in die eigenen physischen und mentalen Fähigkeiten stärken. Dieses neue Sportabzeichen ist ein Symbol des Respekts und der Unterstützung von Kindern.“ So stellte Frauke Heiligenstadt, Kultusministerin von Niedersachsen, ein Pilotprojekt der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des LandesSportBundes vor.

In dem Projekt können Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs oder nach einer Transplantation sowie ehemalige Patienten das Sportabzeichen „Goldener Äskulapstab“ erwerben. Der 14jährige Phil aus Hannover, der an Krebs erkrankt war, hat als Erster erfolgreich die Prüfung abgelegt. Dazu musste er in den vier Bereichen Ausdauer, Koordination, Kraft und Geschwindigkeit individuell auf seine Leistungsfähigkeit abgestimmte Vorgaben erfüllen wie etwa einen Krafttest im Bett während seines stationären Aufenthalts, einen 100 Meter-„Rollstuhl-Wettlauf“ oder einen Kilometer auf dem Laufband gehen.„Das war total cool“, erinnerte sich Phil, „denn so weit war ich davor schon ganz lange nicht mehr gegangen.“ Sein Trainer Torge Wittke gilt bei den jungen Menschen als Motivationskünstler. „Ich bringe sie mit der frühen Form des Trainings zu persönlichen Höchstleistungen, die gleichzeitig ihre Gesundheit und ihr Selbstwertgefühl fördern.“

MMH Niedersachsen , Ärzte Woche 14/2017

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