zur Navigation zum Inhalt
© akg-images / picture alliance
„Der Hase und der Igel“: Bildpostkarte nach Aquarell von Paul Hey (1867–1952).
 

Der Bluff hat funktioniert

Kräftemessen. Ein jeder sägt am Stuhl des anderen und kämpft bis zum Umfallen. Igel und Hase sind Prototypen dieses ewigen Wettbewerbs.

Unsere Gesellschaft ist von Leistung geprägt und zwangsläufig existieren darin Vergleiche. Der Druck, Leistung zu erbringen, führt zu Konkurrenz und Wettbewerb. In solchen Situationen ist es natürlich, Vergleiche anzustellen und nicht grundsätzlich Gift für unser soziales Miteinander. Zufriedensein ist schwierig geworden. Gerade die Generation Y ist geprägt von der Suche nach dem Optimum. Der Igel stellt ein Paradebeispiel für die Minderwertigkeitstheorie nach Adler dar. Seine krummen Beinchen geben ihm das Gefühl körperlich minderwertig zu sein. Sie sind seine Schwachstelle, und deswegen macht der Igel dem Hasen vor, trotz seiner Beinchen sportliche Glanzleistungen erbringen zu können. Natürlich kann man sagen, dass der Igel eine Leistung erbringt – eben nicht physisch, sondern psychisch.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben