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Psychiatrie und Psychotherapie 4. September 2015

Film über die Jugendpsychiatrie

Kinotipp

Wie die anderen

Kinodoku von Constantin Wulff,

Stadtkino Filmverleih, Startermin 11. September 2015,

Länge 95 Minuten,

www.wiedieanderen.at .

Der Film „Wie die anderen“ setzt diffusen Psychiatrieängsten einen präzisen Beobachterblick entgegen. Über eineinhalb Jahre hat Regisseur Constantin Wulff den Alltag der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie im niederösterreichischen Landesklinikum in Tulln verfolgt. Sein unsentimental einfühlender Film zeigt institutionelle Arbeit als permanenten Balanceakt: zwischen Behutsamkeit und Druck, Routine und emotionaler Involviertheit, Regelwerk und Improvisation. Wie wir kann auch das Abteilungspersonal die Kinder und Jugendlichen nur ein kurzes Stück begleiten, bevor sie wieder in ihren Alltag zurückkehren. Im Direct Cinema-Modus gedreht, verzichtet „Wie die anderen“ auf Interviews und Off-Kommentare, fokussiert auf die sozialen Situationen, die sich bei Behandlungsgesprächen und Diagnoseentscheidungen, therapeutischen Übungen und Teambesprechungen ereignen. Den Boden des Landesklinikums verlässt „Wie die anderen“ nie, trotzdem bleibt das Draußen präsent: als Herausforderung dessen, was drinnen von Ärztinnen, Therapeuten, Pädagoginnen, Pflegern geleistet wird.

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