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© Lisa S. /shutterstock
 
Allgemeinmedizin 14. Jänner 2014

Bei Schlafmangel: Ultrakurzzeittherapie

Mit vier Regeln Schlaflosigkeit in den Griff bekommen.

Schon eine Ultrakurzzeittherapie mit nur vier Patientenkontakten kann den Schweregrad einer Insomnie reduzieren und die subjektive Schlafqualität deutlich verbessern ( Specht MB et al.: Somnologie 2013; (Suppl 1) 17: 5–102 ). Methodische Basis dieser Kurzinterventionen sind vier elementare Schlafregeln: Verringere die Zeit im Bett. Stehe morgens unabhängig von der Schlafdauer zur gleichen Zeit auf. Gehe nie ins Bett, wenn du nicht schläfrig bist. Nutze das Bett nur zum Schlafen.

Hieraus haben Mainzer Psychologen und Schlafmediziner eine Kurzintervention mit vier Kontakten (KI) sowie eine einmalige Schlaf-Edukationsgruppe (SEG) entwickelt. Die Effektivität der beiden Angebote wurde mit dem Insomnia Severity Index (ISI-G), dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) und der Epworth Sleepiness Scale (ESS) überprüft.

Durch die KI besserte sich die subjektive Schlafqualität in PSQI und ESS deutlich. Auch die einmalige Edukation führte nach den bisherigen Ergebnissen zu einem signifikanten Rückgang der Insomnie. Dies bestätigt nach Einschätzung der Autoren die Sinnhaftigkeit der vier Schlafregeln, die konkret im Alltag umsetzbar sind und mittels Schlafprotokoll erfasst werden können. Da eine Kontrollgruppe im Vergleich zur einmaligen SEG jedoch ähnlich gut abschnitt, ließe sich die Effizienz der Schlafedukation durch einen zweiten Termin im Abstand von wenigen Wochen vermutlich noch steigern.

springermedizin.de, Ärzte Woche 1/3/2014

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