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B. Handler
„Mit allen Sinnen leben
 Tägliches Genusstraning“
Goldegg Verlag, 2. Auflage 2010
ISBN: 978-3-902729-15-6
 
Komplementärmedizin 13. Dezember 2010

Buchtipp:
zum täglichen Genusstraining


In unserer schnelllebigen Zeit und den damit verbundenen Belastungen ist es für nahezu keinen Menschen leicht, genießen zu können. Genießen-Können setzt voraus, dass der Einzelne seine Bedürfnisse kennt und erfassen kann sowie einen achtsamen Umgang mit seiner alltäglichen Umwelt pflegt. Und: Genuss braucht Zeit.


Mag. Beate Handler hat ein Buch geschrieben, das wegen der regen Nachfrage 2010 in zweiter Auflage erschienen ist: „Mit allen Sinnen leben. – Tägliches Genusstraining“ ist ein Werk, das besonders Menschen anspricht, die aktiv im Leben stehen. Die Herausforderungen des Alltags betreffen heute alle Berufssparten, und die Inzidenz des Burn-Out Syndroms pegelt sich in der westlichen industrialisierten Welt auf einem hohen Niveau ein. Somit – ein Tipp, zum Sich-Selbst-Beschenken, oder als Geschenk für einen lieben, vielleicht gefährdeten Menschen.


Handlers Buch startet mit einer Einführung in die Begriffswelt, welcher der Genuss zuzuteilen ist: Genusseinstimmung, Genusstraining 300 v. Chr., Zutaten für Genuss – all diese Begriffe entführen uns bereits verbal aus dem Alltag. Handler führt uns auch vor Augen, dass wir unsere Introspektion offenbar angesichts der Fülle an Aufgaben und Wunschvorstellungen, welchen wir uns stellen und welche wir kreieren, offenbar „verhungert“.


Die Dinge beim Namen zu nennen, macht sie greifbar, fühlbar – daher enthält das Buch auch eine Auflistung von Begriffen, „Gefühlsbegriffe“, sowie die Einladung, über einige Wochen ein „Gefühlstagebuch“ zu führen.


Eindrucksvoll auch: Das Gebäude der Zufriedenheit – welches jeder individuell auf- und ausbaut.


Interessant und sehr lebensnah liest sich das Kapitel „Stress und Entspannung“. Jeder von uns weiß, dass die beiden Antagonisten nicht „auf Knopfdruck“ auf die Bühne treten. Hat man argen Stress, sind Bemühungen um Entspannung meist nicht von großem Erfolg gekrönt – es sei denn, der Betreffende beherrscht spezielle Techniken. Besser aber ist ein präventiv angesetztes Stressmanagement – dazu gehören Bewegung, Entspannung und regelmäßiges Einbauen von Genussmomenten.


Unsere Sinne sind die Eintrittspforten für alle Sinnesempfindungen. „Sinnieren über die Sinne“ heißt das korrespondierende Kapitel im Buch, gefolgt von der „Expedition zu den sechs Sinnen“.


Nach dem Training – ob zum ersten Mal, oder als Auffrischung für bereits Trainierte – folgen die „sieben und eine weitere Genussregel“. Eindrucksvoll und leicht nachzuvollziehen dann die „Genussmomente zum Ausborgen“.


Abschließend stellt uns das Buch ein Programm vor, mit dessen Hilfe das Genusstraining in die Praxis umgesetzt werden kann.


Fazit


Es ist doch ganz einfach, zu lernen, genussvolle Momente in den Alltag einzubauen; neben dem Genuss selbst etabliert sich eine wirkungsvolle Prävention hinsichtlich Überbelastung und Burn-Out.n


Renate Höhl 


Informationen: http://www.psychotherapie-verhaltenstherapie.com 
http://www.goldegg-verlag.com

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