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Pflege 1. September 2009

Möglichkeiten und Grenzen antizipierender Willenserklärungen am Lebensende

Der "natürliche" Tod ist in den westlichen Industrieländern schlecht beleumundet, da er sich als Hemmnis gegen Leistung und Konsum erweist. Zudem sind lebenserhaltende Therapien bei Patienten mit infauster Prognose häufig sehr teuer und werden als "sinnlos" eingestuft. Utilitaristische, scheinbar objektive Maße für subjektive Lebensqualität (QALY's) verdecken jedoch die Tatsache, dass sie immer nur genau diejenigen Parameter widerspiegeln, die bei ihrer Formulierung berücksichtigt wurden. Aus einer zum Teil durch die Medien verstärkten Furcht vor einem Leben im Pflegeheim heraus werden derzeit von Ethikern und Juristen antizipierende Formen der "Selbstbestimmung" am Lebensende propagiert. Neben grundsätzlichen Überlegungen des damaligen Nationalen Ethikrates aus dem Jahre 2005 liegen dem Deutschen Bundestag mittlerweile drei unterschiedliche Gesetzentwürfe zur Patientenverfügung vor, deren Ziele und Schwachstellen diskutiert werden. Der Beitrag stellt das Konzept des "selbst bestimmten" Sterbens prinzipiell in Frage.

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