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Jeder Mensch kann täglich die Entscheidung treffen: „Ich werde mich bemühen, nicht zu verletzen – und zwar weder andere noch mich selbst. Nicht durch Worte oder Gesten oder auch Gedankenlosigkeit.“
 
Psychologie 1. September 2009

Psychische Verletzungen als stärkste Triebfeder

Welche Schutzfaktoren Menschen dabei helfen können, auch die schmerzhaftesten Prüfungen im Leben zu bewältigen.

Jeder Mensch erleidet in seinem Leben unzählige kleinere und größere innere Verletzungen – und teilt diese, vielfach unbewusst, auch wieder aus, nicht zuletzt an sich selbst. Manche Menschen scheitern daran, manche wachsen dadurch über sich hinaus. Das Buch Der verletzte Mensch rangiert seit Monaten auf Rang 1 der Sachbuch-Bestsellerrankings. Es zeigt auf, wie wir selbst die Verantwortung über unser Leben übernehmen und lernen können, ein besserer Mensch zu werden.

 

Dr. Andreas Salcher hat nach seinem Erfolg Der talentierte Schüler und seine Feinde mit Der verletzte Mensch erneut einen Bestseller geschrieben. Im Gespräch mit der Ärzte Woche legt er seine Grundthesen und Kernaussagen dar.

 

Wie erklären Sie sich das breite Interesse an diesem Titel?

SALCHER: Das wichtigste Ziel meiner Bücher ist, dass sich möglichst viele Menschen darin wiederfinden. Und das macht, glaube ich, den Erfolg aus. Wie ich den Reaktionen und Rezensionen entnehme, ist dieses Buch eine Einladung zu einem Dialog mit sich selbst, so wie ein Gespräch mit einem guten Freund, das man weglegt und wieder hernimmt und darüber nachdenkt. Das ist für mich das schönste Kompliment!

Verletzungen beginnen im Kleinen, oft aus Unachtsamkeit, vielfach als mehr oder wenige unbewusste Reaktion auf eigene Verletzungen. Wie können diese Teufelskreise durchbrochen werden?

SALCHER: Ich versuche mit Absicht keine Rezepturen zu geben. Aber zum Beispiel ist Achtsamkeit etwas ganz Entscheidendes. Jeder Mensch kann täglich die Entscheidung treffen: „Ich werde mich bemühen, nicht zu verletzen.“ Hier geht es um kleine Verletzungen durch Worte oder Gesten, aber auch durch Gedankenlosigkeit, aber auch um die Selbstverletzung – diese merkt man ja selbst als Letzter.

 

Besonders kritisch beurteilen Sie den von Ihnen so genannten „Tatort Schule, wo mit Gleichgültigkeit und Kälte Kinderseelen zerbrochen werden“. Wie soll die Schule der Zukunft aussehen?

SALCHER: In diese Schule der Zukunft gehen die Kinder und Lehrer gerne, und die Eltern engagieren sich. Warum? Weil sie nicht darauf aufbaut, dass Lehrer den Kindern Wissen einzutrichtern versuchen, sondern deren angeborene natürliche Lernfreude nutzen und damit weiterarbeiten. Das ist das ganze Geheimnis.

Ich habe ein Kapitel zum Thema deshalb in mein zweites Buch genommen, weil ich anhand der vielen Reaktionen auf mein erstes Buch noch stärker erkannt habe, wie viele Verletzungen dieses System Schule produziert – bei Schülern und Lehrern. Fairerweise muss man jedoch zugeben, dass sich unsere prägenden Verletzungen schon vor der Schulzeit ereignet haben. Schule ist der Ort, wo vieles ausbricht, aber wo auch noch vieles repariert werden könnte. Wer erst in der Schule verletzt wird, kann das als starke Persönlichkeit wegstecken. Aber wenn ein Mädel von klein auf von seinem geliebten Vater hört, dass es eigentlich nichts kann, zu blöd ist und hässlich, und in der Schule wird das weiter verstärkt, führt das zu wirklich tiefen lebensbegleitenden Verletzungen.

Sie kritisieren auch den Umgang mit dem Alter, die Ausgrenzung der Alten aus unserem Leben, die Abschiebung in Pflegeheime, die Debatte um Sterbehilfe …

SALCHER: Es gibt positive und negative Beispiele. Es gibt hervorragend geführte Pflegeheime, ein Beispiel ist das CS Hospiz Rennweg, wo großartige Arbeit geleistet wird, nicht nur mit Sterbenden, sondern beispielsweise auch mit Multiple-Sklerose-Kranken. Oft kommt es dabei auf Kleinigkeiten an. Natürlich hat das Personal in einem Pflegeheim ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen, z.B. Staub saugen, Patienten füttern etc. Aber was das Entscheidende in der Humanität ausmacht, ist schwer mit Systemen durchzusetzen: dass das Pflegepersonal, wenn es sieht, dass jetzt ein alter Mensch endlich einmal schläft, nicht zur vorgegebenen Zeit den Staubsauger anwirft. Oder ihn aus irgendeinem nicht lebensnotwendigen Grund aufweckt. Oder dass nicht blitzblank gefegt wird, weil die alten Leute Angst haben, auszurutschen. Natürlich hat jeder auch eine Verantwortung seinen Eltern gegenüber, mit der er fertig werden muss, in seiner Zeitnot usw. Ein halber Tag Aufwand für einen Besuch ist etwas sehr Kostbares – aber auf der anderen Seite: Irgendwann gibt es diesen halben Tag nicht mehr – und dann tun einem Versäumnisse oft ein Leben lang leid.

Effizienzsteigerung ist ein zentraler Slogan der Wirtschaftswelt – Sie selbst bezeichnen Effizienz als einen Feind der Kreativität. Wie kann sich der nicht privilegierte Normalbürger diesem Druck entziehen?

SALCHER: Ich habe an sich nichts gegen Effizienz. Ich sage nur, wenn der oberste Wert einer Gesellschaft Effizienz ist, dann wird es problematisch. Ich habe mich eingehend mit großen Ideen, die verwirklicht wurden, beschäftigt – da hat es nie einen Business-Plan gegeben, egal ob „google“ oder die Mikrokredite von Mohammed Yunus. Das ist alles aus sich gewachsen und wurde einfach gemacht, und zwar weil jemand gegen alle Widerstände an seine Idee geglaubt und sie umgesetzt hat. Die wirklich wichtigen Dinge funktionieren nicht nach Business-Plan. Das ist die Metaebene. Auf der individuellen Ebene: Natürlich tendieren Systeme teilweise dazu, zu entmenschlichen, auszubeuten etc. Auf der anderen Seite propagiere ich, dass es immer ein Maß der Selbstverantwortung gibt. Niemand ist verurteilt, den Rest seines Lebens irgendetwas zu tun und nur das Opfer anderer zu sein. Meine zentrale These lautet: Letztendlich bist du immer für dein Leben verantwortlich, und du kannst auch etwas ändern.

 

Was unterscheidet Menschen, die an ihren Verletzungen zerbrechen, von jenen, die sogar wachsen?

SALCHER: Die Resilienzforschung, gegründet von der amerikanischen Wissenschaftlerin Emmy Werner, umschreibt wichtige Faktoren. Das zweite ist – und auf das kann man es letztlich reduzieren – Selbstverantwortung versus Fatalismus. Sieger interpretieren Verletzungen anders als Verlierer, sie übernehmen irgendwann einmal die Verantwortung für ihr eigenes Leben und sagen: Ich kann etwas tun. Und im optimalen Fall verwenden sie die Kraft, die aus der Verletzung kommt, um anderen dabei zu helfen, mit diesen Verletzungen umzugehen. Dafür gibt es viele Beispiele und dieses Muster ist auch empirisch bestätigt, unter anderem vom Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi. Aber auch der Benediktinermönch David Steindl-Rast, der für mich als Vertreter spiritueller Weisheit zentrale Bedeutung hat, kommt zu demselben Ergebnis.

 

Was ist die Positive Psychologie?

SALCHER: Grundidee der Positiven Psychologie ist der Versuch, nicht nur auf die Defekte, sondern auf jene Kräfte und Stärken zu schauen, die den Menschen zum Guten führen. Sie ist eine ganz neue, großartige und sehr notwendige Disziplin, um in Menschen Faktoren zu stärken, die sie resilient werden lassen. Der Fairness halber muss man dazu sagen, dass hier ein relativ hoher genetischer Faktor mitspielt.

Wichtig ist auch: Du brauchst mindestens einen Mentor im Leben, du brauchst am entscheidenden Punkt jemanden, der an dich glaubt, der dich wieder aufrichtet, der nicht deine Probleme für dich löst, sondern für dich da ist.

 

Welche Schutzfaktoren helfen uns, die erlittenen Verletzungen zu bewältigen?

SALCHER: Wie die Resilienzforschung herausgefunden hat, sind das ganz einfache Faktoren: die Fähigkeit, sich Mentoren zu suchen, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, das – angeborene – Temperament und die Eingebundenheit in eine religiöse oder auch eine idealistische Gemeinschaft.

 

Sie nennen die „Schule des Herzens“ als Weg, um Verletzungen zu bewältigen und der menschheitsimmanenten Sehnsucht nach Liebe nachzukommen. Der erste Schritt ist demzufolge die Wachsamkeit, die erste Lektion lautet, die Sehnsucht in sich selbst zu wecken, ein etwas besserer Mensch zu sein. Wie kann das gelingen?

SALCHER: An das große Umdenken in der Gesellschaft glaube ich persönlich nicht, auch jetzt nicht durch die Krise. Ich glaube, dass es nur im Individuellen geht. Wichtig ist das Verhältnis zwischen dem verletzten und dem liebenden Herzen. Nach Verletzungen schließen sich manche Menschen aus Angst vor neuerlichen Verletzungen so ab, dass sie sich der Liebe verschließen. Das Entscheidende ist, dass wir trotz aller erlittenen Verletzungen ein offenes, mitfühlendes Herz bewahren und damit offen für das Leben bleiben. Ganz wichtig ist auch Furchtlosigkeit dem Leben gegenüber und auch, unsere Kinder zur Furchtlosigkeit zu erziehen. Und letztendlich der Wunsch, ein besserer Mensch zu werden – in kleinen Dingen: jemandem ein Lächeln schenken oder eine Freude machen. Und wann immer man das versucht, bekommt man ja wahnsinnig viel zurück. Dann spürt man die Schule des Herzens …

 

Das Gespräch führte Dr. Monika Steinmaßl-Wirrer

Zur Person
Dr. Andreas Salcher
Geboren am 18.12.1960, Studium der Betriebswirtschaft an der Wiener Wirtschaftsuniversität, „Executive Program“ an der Harvard Universität, Besuch tibetischer Klöster, Mitbegründer der Sir Karl Popper Schule im Jahr 1998 in Wien und der „Waldzell Meetings“ im Stift Melk 2004. Salcher versucht, die alten Weisheitslehren der Menschheit mit modernen Managementkonzepten zu verbinden. Sein Beratungsunternehmen entwickelt seit vielen Jahren außergewöhnliche Konferenzen, Workshops und Seminare für internationale Unternehmen. Seine Sachbücher Der talentierte Schüler und seine Feinde (2008) und Der verletzte Mensch (2009) eroberten in Österreich monatelang die Bestsellerlisten.
  • Herr Doctor Nabil Deeb, 23.01.2011 um 13:34:

    „Menschenrecht auf Gesundheit gilt auch für die Menschen in GAZA-Streifen .


    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V.
    53140 Bonn


    Das wichtigste völkerrechtliche Abkommen zum Schutz des Rechts auf Gesundheit ist der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt), an den fast alle Länder der Welt ( = 189 Staaten ) auch Deutschland seit 1973 gebunden ist.

    Diesem Pakt zufolge versteht man das Recht auf Gesundheit als das Recht eines jeden Menschen auf das für ihn bzw. sie erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 1). Dies verpflichtet den Staat, die Vorraussetzungen zu schaffen, die für eine Person „im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen“ (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 2 d).

    Im Sinne des UN-Sozialpakts eröffnet das Recht auf Gesundheit einen Anspruch auf Zugang zur bestehenden Infrastruktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Das Recht auf Gesundheit soll ohne Diskriminierung gewährleistet werden, die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung müssen für die Betroffenen bezahlbar sein. Die rechtliche Möglichkeit allein, gleichberechtigten Zugang zu haben, reicht allerdings nicht aus. Vielmehr soll der Zugang auch tatsächlich (de facto) gewährleistet werden. Das ist nicht der Fall, wenn die Betroffenen von der Wahrnehmung dieses elementaren Rechts in aller Regel wegen strukturell bedingter Hürden absehen.

    Menschenrechte sind unveräußerliche Rechte. Sie sind grundsätzlich statusunabhängig .

    Der Gesundheitszustand eines Menschen ist von elementarer Bedeutung für ein Leben in Würde.

    Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 :

    Artikel 12 :

    Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

    In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird in Art. 25 ganz konkret das Recht auf ärztliche Versorgung und Absicherung im Krankheitsfall festgehalten.

    Diesem Pakt zufolge versteht man das Recht auf Gesundheit als das Recht eines jeden Menschen auf das für ihn bzw. sie erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 1). Dies verpflichtet den Staat, die Vorraussetzungen zu schaffen, die für eine Person „im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen“ (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 2 d).

    Im Sinne des UN-Sozialpakts eröffnet das Recht auf Gesundheit einen Anspruch auf Zugang zur bestehenden Infrastruktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Das Recht auf Gesundheit soll ohne Diskriminierung gewährleistet werden, die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung müssen für die Betroffenen bezahlbar sein. Die rechtliche Möglichkeit allein, gleichberechtigten Zugang zu haben, reicht allerdings nicht aus. Vielmehr soll der Zugang auch tatsächlich (de facto) gewährleistet werden. Das ist nicht der Fall, wenn die Betroffenen von der Wahrnehmung dieses elementaren Rechts in aller Regel wegen strukturell bedingter Hürden absehen.

    Menschenrechte sind unveräußerliche Rechte. Sie sind grundsätzlich statusunabhängig und gelten daher auch uneingeschränkt für Frauen, Männer und Kinder. Der Gesundheitszustand eines Menschen ist von elementarer Bedeutung für ein Leben in Würde.

    Im Jahr 2000 haben 189 Staaten in den Millennium Development Goals (MDG) eine klare Aussage zu den globalen Gesundheitszielen getroffen und eine Kehrtwende in der globalen Gesundheit gefordert.

    UNO Menschenrechtsabkommen Pakt I (Sozialrechte) :

    Art. 12: «(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf das für ihn erreichbare Höchstmass an körperlicher und geistiger Gesundheit an.
    (2) Die von den Vertragsstaaten zu unternehmenden Schritte zur vollen Verwirklichung dieses Rechts umfassen die erforderlichen Massnahmen
    (a) zur Senkung der Zahl der Totgeburten und der Kindersterblichkeit sowie zur gesunden Entwicklung des Kindes;
    (b) zur Verbesserung aller Aspekte der Umwelt- und der Arbeitshygiene;
    (c) zur Vorbeugung, Behandlung und Bekämpfung epidemischer, endemischer, Berufs- und sonstiger Krankheiten;
    (d) zur Schaffung der Voraussetzungen, die für jedermann im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen.


    Solange Menschen und ihre Regierungen nicht in ihrem Herzen und in ihrem Geist als Gleiche miteinander umgehen, werden die internationalen Dokumente wie die sog. „“ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte „“ in unserer Wissenschaftsgesellschaft nicht viel ändern.!!!


    Die Leukämie und die traumatischen Verletzungen im toxischen Krieg gegen die Menschen in GAZA-Streifen mit abgereichertem Uran :-

    In vielen Regionen der Welt sind die Kinder bei politischen Unruhen und Kriegen zu militärischen Waffen ausgesetzt.

    Bei der o. g . Studie „“ Trends in Childhood Leukemia in Basrah, Iraq, 1993–2007 „“ konnten die amerikanischen Kollegen auch beweisen, erhöhte Erkrankungen der Kinder an Leukämie bei der verbreiteten Verwendung von Munition mit abgereichertem Uran stark ausgeprägt sind.


    Abgereichertes Uran im sinnlosen , massivsten chemonuklearen Krieg gegen den GAZA-Streifen :-

    Urangeschosse wurden im palästinensischen GAZA-Streifen von den israelischen Besatzungstruppen gegen den GAZA - Streifen eingesetzt .

    Zu den zahlreichen Palästinenser, die kurz vor Kriegsende in Gaza getötet wurden, gesellt sich die entweder durch die Auswirkungen von Abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) oder durch kombinierte Ursachen bewirkte ständig zunehmende Anzahl von Kranken und Toten, es sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche.

    Der Ausbruch der Krankheit kann im Fall von DU-Vergiftung bis zu 50 Jahre auf sich warten lassen, die derzeitigen Zahlen sind erst der Anfang.

    Die Auswirkungen von DU erstrecken sich auf eine Dauer von bis zu mehreren tausenden Jahren, sind also nie mehr wieder rückgängig zu machen ( nach der Literatur ) .

    Auf dem gesamten GAZA- Territorium, sind die Gewässer, die Luft, die Vegetation und die Tiere bereits schwer vergiftet. Und was die Menschen betrifft, so schnellen die Erkrankungen und die Todesfälle mit unglaublicher Geschwindigkeit in die Höhe.

    Wirkung der Munition aus abgereichertem Uran :-

    Uran ist eines der Elemente mit dem höchsten spezifischen Gewicht bzw. der höchsten Dichte.

    Gesundheitsschäden durch abgereichertes Uran :-

    Erkranken können alle Lebewesen - nicht nur Menschen, - die mit der Uranmunition und dem Uranoxidstaub in Berührung kommen: Rüstungsarbeiter bei der Produktion der Munition, Soldaten beim Transportieren, dem Lagern und beim Verschießen der Munition, alle Lebewesen im Einsatzgebiet und alle Lebewesen, die Nahrungsmittel aus dem Einsatzgebiet konsumieren, weil das Uran auch über die Nahrungskette in die Körper gelangt.

    Uranoxidteilchen von 2,5 µm Größe kann niemand sehen, riechen oder schmecken. Wenn mit der Nahrung Uranpartikel aufgenommen werden, können nur 0,2% durch den Darm in den Körper gelangen, der Rest wird mit den Exkrementen ausgeschieden.

    Hauptsächlich werden Uranoxidteilchen eingeatmet, gelangen in das Lungengewebe und dadurch in das Blut. Sie sind in den Körperflüssigkeiten nur sehr schwer löslich. Sie werden überwiegend im Skelett eingelagert, das als Langzeitdepot dient.

    Die „biologische „Halbwertzeit“ ist die Zeit, in der die Hälfte des aufgenommenen Urans wieder ausgeschieden ist. Sie ist auf jeden Fall länger als ein Jahr.

    Über die Blutbahn gelangt das Uran in die Leber und die Nieren, wo es die Zellen vergiftet. Die akute Gesundheitsschädigung besteht in einer chemischen Vergiftung durch das Schwermetall Uran, ähnlich wie bei einer Cadmium- oder Bleivergiftung, nur reicht schon eine wesentlich geringere Menge dafür aus. Bei fortgesetzt gleichmäßiger Abgabe von geringen Mengen Uran aus dem Knochenspeicher wird die nierenschädigende Wirkung anderer Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind, verstärkt.

    Die akute Schwermetallvergiftung durch Uran führt zu Funktionsstörungen von Nieren und Leber, bis zum tödlichen Funktionsausfall. Die geschädigte Leber ist nicht in der Lage, die Eiweißsynthese und den notwendigen kolloidosmotischen Druck aufrechtzuerhalten, so tritt das Wasser in den Bauchraum aus. Die geschädigte Niere ist nicht in der Lage, das Wasser auszuscheiden.

    2. Gesundheitliche Schäden durch niedrige Strahlendosis :-

    Die chronische Uranvergiftung führt zu einem AIDS-ähnlichem Immundefekt oder zu Krebserkrankungen, insbesondere Leukämie. Auch natürliche Radioaktivität verursacht eine gewisse Anzahl von Krebserkrankungen, denn es gibt keine unschädliche Niedrigstrahlung. Da das Uran in den Knochen eingelagert wird, ist dort der Ausgangspunkt der schwachradioaktiven Strahlung. Das Gewebe, das in -Strahlen am nächsten liegt, ist das Knochenmark, das Organ, inaReichweite der dem die Blutzellen und die Immunzellen gebildet werden. Wird dieses Immun- und Blutbildungsorgan radioaktiv verstrahlt, kommt es zu einer schweren Form der Blutarmut (aplastische Anämie), zu Krebserkrankungen wie Leukämie oder anderen bösartigen Neubildungen oder zum Immundefekt. Folgen des Immundefektes sind schwerste Verläufe von Masern und Kinderlähmung, Salmonellen- und Wurmerkrankungen, Herpes- und Zosterbildungen.

    Beim Hautkontakt mit abgereichertem Uran kommt es zu schlecht heilenden Wunden mit schmerzlosen Geschwüren. Sie sind deshalb schmerzlos, weil die schmerzempfindenden und -leitenden Sinnes- und Nervenzellen zerstört worden sind.

    Schließlich wird durch das abgereicherte Uran eine genetische Schädigung verursacht. Es kommt zu einer Häufung von Fehlgeburten, Totgeburten und Geburten lebensunfähiger Kinder.

    Von uranvergifteten Eltern wurden Kinder mit folgenden angeborenen Mißbildungen lebend geboren :-

    • Hydrocephalus mit Hirnnervenstörung und Schwachsinn
    • Phokomelie, einer ausgeprägten Mißbildung der Extremitäten wie nach Contergan
    • fehlende Knorpelbildung der unteren Extremitäten
    • Fehlbildung eines Beines mit Greiffunktion einer Hand
    • Fehlbildung, Zusammenwachsen der Finger und der Zehen
    • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
    • Abdominalspalt
    • Spina bifida, Spaltbildung der Wirbelsäule.

    Während des Zweiten Weltkrieges war im Oktober 1943 durch Deutschland eine großflächige Radioaktivität in die Kriegführung eingeplant. Auf diese Zeit geht wohl auch die Entwicklung „besonderer Geschosse“ zurück. Die US-Spionage hatte hiervon allerdings Kenntnis erhalten.

    D.U.-Geschosse wurden von den alliierten Truppen im Golfkrieg 1991 erstmalig angewandt, mit verheerenden Wirkungen und Folgen.


    Menschenrecht auf Gesundheit gilt auch für die Menschen in GAZA-Streifen .

    Human right to health also applies to the people of Gaza Strip.

    Droit à la santé de l'homme s'applique également à la population de la bande de Gaza.

    Människors rätt till hälsa gäller också för människorna i Gaza.



    Literatur :-

    1. Veröffentlichungen des Deutschen Instituts für Menschenrechte
    http://www.dimr.eu/questions.php?questionid=174 ;

    2. Veröffentlichungen der Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW).;

    3. Internationale Presseveröffentlichungen in verschiedenen Sprachen ;

    4. Zahlreiche Internationales Recht – und Medizin-Fachliteratur ;
    4 . International study confirms doubling of childhood leukemia rates in southern Iraq,
    , "Trends in Childhood Leukaemia in Basrah, Iraq (1993-2007), published in the American Journal of Public Health , American Journal of Public Health, 10.2105/AJPH.2009.164236. ;
    5. Rest der Literatur beim Verfasser


    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale

    P.O. Box 20 10 53
    53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

    e.mail:


    PS.:

    Bei Anforderung von Literatur wenden Sie sich bitte an meine o. g . Adresse in 53140 Bonn.“

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