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Ernährung 13. Februar 2007

Der Gesundheit zuliebe die Fleischeslust opfern?

Vegetarische Ernährung liegt im Trend – für Gesundheit und das liebe Vieh. Der Vorteil für Huhn und Co ist unbestritten. Aber wie sieht es mit der Evidenz für einen Gesundheitsbenefit aus? Eine Übersichtsarbeit gibt darüber Aufschluss.

Die einschlägige Industrie beginnt sich nach dem Gammelfleisch-skandal wieder zu sammeln und geht in die Offensive: „Fit mit Fleisch“ und „Fleisch ist gesund“. Mit solchen Slogans wollen auch heimische Fleischanbieter die im wahrsten Sinne anrüchigen Skandale vergessen machen. Interessenvertretungen für Vegetarier gibt es hingegen kaum, obwohl dieser Lebensstil vermehrt Anklang findet. Insbesondere in ethischen und gesundheitlichen Fragen wähnen sich die Anhänger der fleischlosen Kost auf der Überholspur. Immerhin streichen in den deutschsprachigen Ländern Europas etwa 3,5 bis 7,5 Prozent Tiere von ihrer Speisekarte. Die Umstellung von einer „normalen“ auf eine rein pflanzliche Nahrung sollte laut Experten aber geplant sein, das heißt, die leere Stelle am Teller muss vernünftig gefüllt werden. Denn zum einen können bestimmte Substanzen im Fleisch, wie etwa tierisches Eiweiß oder Eisen, nicht so einfach ersetzt werden, und zum anderen kann einseitiges Essen schnell den Gaumen beleidigen und in weiterer Folge die Motivation zum vermeintlich gesunden Essen unterlaufen.

Korn als Krankheitsprophylaxe?

Wurde die pflanzliche Kost hinsichtlich ihrer möglichen Nährstoffmängel einst kritisch eingestuft, so wird derzeit vor allem ihr präventives Potenzial diskutiert. Moderner Vegetarismus muss fraglichen Mängeln präventiv begegnen und für eine optimale Versorgung mit essenziellen Nährstoffen sorgen. Zudem sollte er die Wahrscheinlichkeit für chronisch-degenerative Erkrankungen minimieren. Eine Übersichtsarbeit deutscher Wissenschaftler (Hahn et al; Wiener Klinische Wochenschrift; 2006 118/19–20: 580–593) durchforstete mehrere Studien, um fleischlose Lebensmittelgruppen hinsichtlich ihrer ernährungsphysiologischen Eignung einzuschätzen. Dabei wurden nutritive und metabolisch-epidemiologische Faktoren bewertet. Nutritive Ansätze sollen in erster Linie die notwendige Zufuhr an essenziellen Nährstoffen sowie gesundheitsfördernden Substanzen erfassen. Der Einfluss von Lebensmitteln auf wichtige Stoffwechselparameter und das Gefüge von Ernährung und Erkrankungsrisiko wird hingegen über metabolisch-epidemiologische Gesichtspunkte beurteilt.

Obst und Gemüse

Aufgrund des hohen Wassergehaltes und eines niedrigen Anteils an Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten weisen Obst und insbesondere Gemüse eine sehr geringe Energie- und hohe Nährstoffdichte auf. Beeindruckend ist der Gehalt an beta-Carotin, Folsäure, Vitamin C, Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Zink. Im Vordergrund präventivmedizinischer Überlegungen stehen die beträchtlichen Mengen an löslichen Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen, denen eine besondere gesundheitsbewahrende Wirkung zugeschrieben wird. Diesen Effekt erfüllt vor allem nicht behandeltes und unerhitztes Obst bzw. Gemüse. Auf der metabolisch-epidemio-logischen Ebene haben viele Studien insbesondere das verminderte Risiko epithelialer Tumoren überprüft. Auffallend war die schützende Wirkung bei Karzinomen des oberen Verdauungstraktes. Eine rezente Metaanalyse ergab eine Risikoreduktion bei Magenkarzinomen von rund 20 Prozent – bei einer Diät über zehn Jahre gar eine Verminderung von 44 Prozent. Insgesamt, so die Autoren der Übersichtsarbeit, wird die Evidenz für einen risikosenkenden Effekt bei Tumoren der Speiseröhre und des Magens als wahrscheinlich und bei Mund- und Rachenkrebs als möglich eingestuft. Eine Wirkung, die bei kolorektalen Karzinomen nicht deutlich belegt werden konnte.

„Stinken“ gegen Krebs

Die Datenlage hinsichtlich eines Benefits von Obst und Gemüse bei Ovarialkarzinomen schwankt zwischen möglich und unbewiesen. Lediglich ein hoher Konsum von Zwiebel- und Knoblauchgewächsen scheint das Erkrankungsrisiko signifikant zu vermindern. Bei Karzinomen der Brust, Blase und Niere konnte ein erwarteter Vorteil hingegen nicht verifiziert werden. Untersuchungen offenbarten außerdem eine reziproke Korrelation zwischen Gemüse- und Obstkonsum und dem Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Risikoverminderung wurde zwischen 15 und 34 Prozent angegeben. Ähnlich positive Schlüsse wurden in Hinblick auf Osteoporose gezogen: Studien attestierten einem vermehrten Obst- und Gemüseverzehr einen steigernden Einfluss auf die Knochendichte.

Getreide: auf die Sorte achten

Ausnehmend imposant ist die antioxidative Kapazität von Vollkornprodukten, die nur von Beeren und Trockenobst übertroffen wird. In Bezug auf die Vitaminversorgung ist die Konzentration der Vitamine B1, B6 und Niacin in Vollkornprodukten relevant. Darüber hinaus ist Getreide ein konzentrierter Makronährstofflieferant. Es hat einen Stärkeanteil von rund 60 Prozent, einen Fettanteil bis zu sieben Prozent sowie einen Proteingehalt an die 13 Prozent. Hinsichtlich der Mikronährstoffdichte gibt es je nach Ausmahlungsgrad eine außerordentliche Schwankungsbreite. Vollkornerzeugnisse weisen im Gegensatz zu Auszugsmehlprodukten (helle Mehle, die gänzlich von den Randschichten des Kornes getrennt wurden) hohe Gehalte an Magnesium, Kalium, Eisen und Zink auf.

Vollkorn kräftigt das Herz

Aus metabolisch-epidemiologischer Sicht zeigten bei hohem Vollkornverzehr Fall-Kontroll-Studien und Metaanalysen signifikante Vorteile hinsichtlich einer Risikominimierung für epitheliale Tumore des Rektums, des Kolons und der Brust. Im Gegensatz dazu berichten einige wissenschaftliche Arbeiten infolge vermehrten Konsums von Auszugsmehlprodukten von einem gesteigerten Risiko für rektale Tumoren. Prospektive Kohortenstudien konnten zudem eine geringere Gefährdung für kardiovaskuläre Erkrankungen im Rahmen einer Vollkorndiät feststellen, und zwar unabhängig vom Ballaststoffanteil. Zudem erkannten die Autoren eine inverse Korrelation zwischen erhöhtem Vollkornverzehr und dem Risiko für Diabetes mellitus Typ 2. Insgesamt kann die Evidenz für einen risikosenkenden Effekt infolge einer Vollkorndiät im Hinblick auf das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen als wahrscheinlich und für Tumoren des Kolons und Rektums als möglich klassifiziert werden.

Günstige Fettsäuren bei Nüssen

Nüsse enthalten eine hohe Menge an Fetten (45 bis 70 Prozent; mit einem günstigen Fettsäurenmuster) sowie Proteinen (15 bis 30 Prozent). Sie gelten daher als konzentrierte Makronährstoff- und Energielieferanten, jedoch mit einer niedrigen Mikronährstoffdichte. Hervorzuheben sind außerdem der Gehalt an Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Zink. Aufgrund der gehobenen Menge des Proteins Arginin gilt der Verzehr von Nüssen als limitierender Faktor hinsichtlich eines Risikos von kardiovaskulären Erkrankun-gen. Gesteigerter Nusskonsum zeigt zudem vorteilhafte Auswirkungen auf das Lipidprofil. Eine systematische Übersichtsarbeit legte dar, dass der tägliche Verzehr von 50 bis 100 g Nüssen einen Rückgang des LDL-Cholesterols um bis zu 19 Prozent bewirkte. Weitere Untersuchungen ergaben eine Senkung des Triglyzeridspiegels (bis zu 17 Prozent). Daher erklärt die zitierte Übersichtsarbeit die Evidenz für einen risikosenkenden Effekt von Nüssen bei kardiovaskulären Erkrankungen als wahrscheinlich.

Soja: Der Star der Leguminosen

Hülsenfrüchte, z.B. Linsen, Bohnen, Erbsen, imponieren durch ihren hohen Proteingehalt, wobei speziell die Sojabohne mit bis zu 38 Prozent hervorsticht. Als Lieferanten pflanzlicher Öle nehmen Soja und Erdnüsse für die vegetarische Ernährung eine herausragende Rolle ein. Hülsenfrüchte zeichnen sich durch eine hohe Dichte für die Vitamine B1, B2 sowie für Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Zink aus. Besonders erwähnenswert sind die Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenole, darunter auch die in nennenswerten Mengen nur in Soja vorkommender Isoflavone. Epidemiologische Daten fokussieren vor allem auf die Wirkung von Soja. So werden etwa eine Senkung von LDL-Cholesterol bei Aufnahme von isoliertem, isoflavonhaltigem Sojaprotein beschrieben. Weitere wichtige Risikofaktoren wie Serum-Triglyzeride, Lipoprotein, HDL und Blutdruck werden allerdings nicht signifikant beeinflusst. Insgesamt ist die Evidenz für Effekte von Sojaprotein bei Herzkreislauf-Erkrankungen als unzureichend einzustufen. Trotzdem empfehlen die Autoren die Aufnahme von Sojaprodukten zum kardiovaskulären Schutz aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und dem niedrigen Anteil gesättigter Fette. Vielfach diskutiert wurden die schwach estrogenen Effekte von Isoflavonen. Untersuchungen legten offen, dass die Prävalenz von Mammakarzinomen und anderen estrogenabhängigen Tumoren im asiatischen Raum mit hohem Sojaverzehr verringert ist. Dies gab Anlass zu Hoffnungen, dass Isoflavone und andere Phytoestrogene die negativen Effekte endogenen Estrogens vermindern könnten. Einige epidemiologische Studien wollten wiederum eine Assoziation zwischen der Aufnahme von Soja oder Isoflavonen und dem Auftreten von Brustkrebs entdeckt haben, während andere diesen Zusammenhang negierten. Aufgrund der widersprüchlichen Beobachtungen wird die Evidenz bei Phytoestrogenen im Hinblick auf eine Brustkrebsrisikosenkung als unzureichend bewertet. Auch die Evidenz für eine protektive Wirkung durch Sojaprotein und -isoflavone bei postmenopausaler Osteoporose wird derzeit als unzureichend beschrieben.RM n

Quelle: Wiener Klinische Wochenschrift
Vegetarische Ernährung: Präventives Potenzial und mögliche Risiken
(2006; 118/19–20: 580–593)

  • Herr Doctor Nabil Deeb, 22.08.2010 um 11:44:

    „PMI – Syndrom und die pharmakologischen Wirkungen von Resveratrol & Polyphenolen ! .



    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Registered Doctors'Association
    53140 Bonn / GERMANY


    PMI - syndrome and the pharmacological effects of resveratrol and polyphenols .

    PMI - le syndrome et les effets pharmacologiques du resvératrol et de polyphénols.

    PMI – Syndrom und die pharmakologischen Wirkungen von Resveratrol & Polyphenolen .

    Mediterrane Pflanzenwirkstoffe Antioxidans Resveratrol & Olivenpolyphenole sind ideal für die Prävention der Zivilisationserkrankungen.:-


    Die Pflanzenwirkstoffe Antioxidans Resveratrol, Olivenpolyphenole (Oleuropein, Hydroxytyrosol) und Lycopin wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Fett- und Cholesterinstoffwechsel, die Vorbeugung von Krebs, entzündlichen Prozessen sowie auf die Lebensverlängerung von Zellen aus .

    Resveratrol gehört zu den besonders hoch wirksamen Radikalfängern aus der Natur und ist daher in der Lage, oxidativen Stress zu minimieren. Zudem besitzt es die Eigenschaft eines ambiphilen Antioxidans, da es sowohl fett- als auch wasserlöslich ist. Aufgrund der vielfältigen pharmakologischen Wirkungen von Resveratrol werden Risikofaktoren betreffend Herz, Gefäße, Blutdruck, Demenz und entzündliche Prozesse vermindert.


    Pharmakologische Wirkungen von Resveratrol :-

    1.- schützt vor Herz- und Gefäßverkalkung (Demenz)
    2.-HDL, LDLØ
    3.-direkte und indirekte gefäßerweiternde Wirkung
    4.-Hemmung der Thrombozytenaggregation
    5.-chemopräventiv (Darm, Brust, Prostata, Haut, Lunge)
    6.-Antitumorwirkung (Tumorwachstum gehemmt, Apoptose gefördert)
    7.-entzündungshemmend (COX1- und COX2-Hemmung)
    8.-starkes Antioxidans (sowohl fett- als auch wasserlöslich)
    9.-dosisabhängige phytoöstrogene Effekte
    10.-Lebensverlängerung von Zellen (Anti-Aging)


    Bioverfügbarkeit :-

    Auch sehr hohe Dosen (25 mg) oral verabreichtes trans-Resveratrol werden noch mit etwa 70% absorbiert. Dessen Plasmahalbwertszeit bzw. seiner bekannten Metaboliten liegt bei durchschnittlich 9 Stunden. Nur ein geringer Anteil von Resveratrol bleibt dabei unverändert im Plasma. Diesbezüglich dürften potenziell aktive, zum Teil unbekannte Metaboliten für die vielfältigen pharmakologischen Wirkungen verantwortlich sein. Der Resveratrol-Abkömmling Piceatannol besitzt etwa die 1000fache antioxidative Kapazität von trans-Resveratrol. Ein Großteil der oral verabreichten Dosis wird sulfatiert oder glucuronitiert im Harn wiedergefunden.


    Extraktqualitäten :-

    In speziellen Extrakten aus Traubenschalen findet man neben trans-Resveratrol auch zahlreiche Resveratrol-Dimere (e-Viniferin) und -Oligomere sowie den Resveratrol-Metabolit Piceatannol, die zum Teil wesentlich stärkere biologische Eigenfunktionen als trans-Resveratrol selbst entfalten.
    Daher sollten unter der Bezeichnung und Wirkung von Resveratrol auch diese Inhaltsstoffe neben trans-Resveratrol berücksichtigt werden. Zudem enthalten Traubenschalenextrakte auch noch andere pharmakologisch relevante Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Proanthocyanidine (OPC) und Anthocyane.


    Pharmakologische Wirkungen der Olivenpolyphenole Oleuropein und Hydroxytyrosol :-

    1.-entzündungshemmend (COX1- und COX2-Hemmung)
    2.-gefäßerweiternd (NO-Bildung, Hydroxytyrosol: Calcium-Antagonist)
    3.-Hemmung der Thrombozytenaggregation und LDL-Oxidation
    4.-Verbesserung der kognitiven Funktionen
    5.-hypoglykämisch
    6.-antimikrobiell, fungistatisch
    7.-chemopräventiv (Darm, Brust, Prostata, Haut, Lunge)
    8.-starke Radikalfänger


    Olivenpolyphenole :-

    Zahlreiche Forschungsergebnisse zeigen, dass Olivenöl als ein Hauptbestandteil der mediterranen Ernährung vielfältige positive Einflüsse auf Herz, Gefäße und Stoffwechsel aufweist (Kreta-Diät). Nicht umsonst wird der Olivenbaum seit der Antike als Lebensbaum bezeichnet.

    Olivenöl zählt zu den gesündesten Nahrungsfetten, da es den höchsten Gehalt (bis 80%) an einfach ungesättigten Fettsäuren, der Ölsäure (Omega-9-FS) aufweist. Diese hat vielseitige physiologische Eigenschaften. Sie vermindert Gesamt- und LDL-Cholesterin, während die HDL-Konzentration kaum beeinflusst wird. Zudem verringert sie, wie auch Omega-3-Fettsäuren, den Einbau von gesättigten und Omega-6-Fettsäuren in die Zellmembran, wodurch die Elastizität der Gefäße, die Kommunikation der Nervenzellen und die Geschmeidigkeit der Haut verbessert werden. Studien belegen auch einen protektiven Effekt der Ölsäure im Magen-Darmtrakt sowie insbesondere gegen Brustkrebs.

    Neuerdings weiß man, dass die Hauptwirkung des nativen Olivenöls nicht der Ölsäure, sondern spezifischen sekundären Pflanzenstoffen, sogenannten Olivenpolyphenolen, zuzuschreiben ist. Diese Wirkstoffe wie Oleuropein sind im kaltgepressten Öl in einer Konzentration von 0,005-0,08% und in frischen Oliven je nach Sorte, Anbau und Reifegrad mit über 2% enthalten.

    Raffinierte Olivenöle hingegen weisen nur noch geringe Konzentrationen an phenolischen Verbindungen auf. Auch geht in Abhängigkeit von der Art der Olivenfermentierung ein erheblicher Anteil in die Verarbeitungslösung (Salzlake) über.
    In der mediterranen Ernährung werden täglich etwa 10 bis 20mg dieser Olivenpolyphenole aufgenommen (entsprechend 25 bis 50g kaltgepresstem Olivenöl). Bei diesen handelt es sich hauptsächlich um das so genannte Secoiridoidglykosid Oleuropein, das für den bitteren Geschmack der frischen, unfermentierten Oliven sowie für die Bräunung der Olivenhaut verantwortlich ist. Mit zunehmender Reife wird Oleuropein gespalten und in das stärker antioxidativ wirksame Hydroxytyrosol sowie auch Tyrosol übergeführt.

    Hydroxytyrosol ist ebenfalls wie Resveratrol ein starkes ambiphiles Antioxidans (ca. 100 x stärker als Vitamin C). Diesbezüglich wurden auch vorbeugende Eigenschaften durch die Neutralisation freier Radikale bei Passiv-Rauchern festgestellt. Zusammen mit Oleuropein weist es ein umfassendes pharmakologisches Wirkungsspektrum insbesondere auf Herz, Gefäße, Blutdruck, Lipidstoffwechsel, in der Krebsvorbeugung sowie bei Entzündungen auf . Des weiteren wurde für ein Oleuropeinderivat namens Oleocanthal eine antiphlogistische Wirkung vergleichbar mit dem Wirkprofil und der Stärke von Ibuprofen beschrieben.


    Pharmakologische Wirkungen von Lycopin :-

    1.-antiatherogen (LDL-Oxidation und LDL-Cholesterin Ø)
    2.-blutdrucksenkend (systolisch und diastolisch)
    3.-chemopräventiv (Magen, Darm, Speiseröhre, Brust, Gebärmutterhals, Prostata, Hoden, Haut)
    4.-starker Radikalfänger (Olivenöl ) .



    Lycopin :-

    Lycopin ist der stärkste Radikalfänger aus der Gruppe der Carotinoide.
    Reichhaltige Quellen sind Tomaten, denen dieser rote Farbstoff als UV-Schutz gegen die zellzerstörende Wirkung aggressiver freier Radikale in der Mittagssonne dient.
    Aus dieser neutralisierenden Reaktion gehen die Carotinoide unverändert hervor und stehen bis zu 1.000mal unverbraucht als Antioxidans zur Verfügung.



    Immunmodulatorische Wirkung von Traubensaft :-

    Regelmäßiger Konsum moderater Mengen an Traubensaft verringert die Morbidität und Mortalität an koronaren Herzerkrankungen. Diese Beobachtung scheint mit günstigen Eigenschaften antioxidativer Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Flavonoide in Zusammenhang zu stehen. Polyphenole und Flavonoide, die vorwiegend in der Schale von Trauben zu finden sind, scheinen die Blutgerinnung und den Cholesterinstoffwechsel günstig zu beeinflussen. In der Pathogenese vaskulärer Erkrankungen spielen Entzündungsreaktionen, Immunaktivierung und oxidativer Streß eine wichtige Rolle.

    Durch regelmäßigen moderaten Weinkonsum oder Traubensaft könnte die schädigende Wirkung reaktiver Sauerstoffmetabolite, die durch aktivierte Monozyten im Rahmen zellulärer Immunreaktionen gebildet werden, vermindert werden. Österreiche Studien weisen darauf hin, dass Inhaltsstoffe von Wein und Traubensaft mit Immunaktivierungskaskaden interferieren. In-vitro-Experimente mit stimulierten peripheren mononukleären Blutzellen zeigten, dass sowohl Rot- und Weißwein als auch Traubensaft biochemische Prozesse, die durch das proinflammatorische Zytokin Interferon ; induziert werden, blockieren. Durch Zugabe von Rot- und Weißwein bzw. Traubensaft zu stimulierten peripheren mononukleären Blutzellen wurde konzentrationsabhängig deutlich weniger Neopterin gebildet und der Tryptophanabbau signifikant vermindert, während Ethanolzugabe vergleichsweise wenig oder keinen Einfluß zeigte. Demnach könnten Inhaltsstoffe von Wein- und Traubensaft Immunaktivierungskaskaden, die z. B. für die Progression kardiovaskulärer Erkrankungen von Bedeutung sind, über eine Hemmung der Zytokinproduktion unterdrücke


    In-vitro-Effekte von Traubensaft sowie von Rot- und Weißwein :-

    Die Effekte von Zytokinen auf die Interaktion zwischen T-Zellen und Makrophagen im Rahmen der zellulären (= Th1-Typ) Immunantwort können in vitro durch Quantifizierung ihrer biochemischen Wirkungen, wie Neopterinbildung und Tryptophanabbau, sensitiv erfaßt werden.

    Auf diesem Weg kann z. B. auch die Wirkung immunmodulierender Substanzen auf immunkompetente Zellen bestimmt werden .

    Mitogene stimulieren Neopterinbildung und Tryptophanabbau gleichzeitig in mononukleären Zellen aus dem peripheren Blut (PBMC) .

    Dabei spiegelt die Neopterinkonzentration im Zellkulturüberstand das Ausmaß zellulärer Immunaktivierung wider . Analog dazu ist der Quotient der Konzentrationen des Produkts Kynurenin und des Substrats Tryptophan (Verhältnis Kynurenin zu Tryptophan = kyn/trp) eine empfindliche Methode für die Quantifizierung der Aktivität des Enzyms IDO .

    In den Untersuchungen der österreichen Studien wurden PBMC gesunder Blutspender verwendet, um den Einfluß von verschiedenen Rot- und Weißweinen auf die Neopterinbildung und den Tryptophanabbau zu prüfen . Die Effekte wurden mit der Wirkung von frisch zubereitetem Traubensaft als nichtalkoholische Kontrolle sowie reinem Ethanol verglichen.

    Die exakten Mechanismen, durch die Weinkonsum das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen senken könnte, sind trotz zahlreicher In-vitro- und In-vivo-Studien weitgehend unbekannt.

    Interessanterweise zeigte die Gabe von purem Ethanol keine wesentlichen Auswirkungen, was darauf hindeutet, daß andere Inhaltsstoffe des Weines für die beobachteten Effekte verantwortlich sind. Diese Schlußfolgerung wird durch die mit Traubensaft erzielten Resultate weiter unterstützt .

    Die antioxidative Potenz von Polyphenolen, Flavonoiden und Stilbene-Derivaten könnte somit auch immunmodulatorisch von Bedeutung sein, Substanzen wie Resveratrol wurden bereits mehrfach als antiinflammatorisch wirksam beschrieben. So weisen die österreichischen Beobachtungen darauf hin, dass antioxidative Weininhaltsstoffe neben der direkten Entgiftung von ROS auch deren Bildung durch Unterdrükkung der Interaktion zwischen T-Zellen und Makrophagen vermindern .

    Diese o.g. wissenschaftlichen Tatsachen stammen aus den internationalen wissenschaftlichen Veröffentlichenungen und unseren Beobachtungen in den mediterranen Ländern . .Das mediterrane Land Tunesien erfüllt neben seinem gesunden sonnigen Wetter und dem Mittelmeer durch seine gesunde Umwelt die besten Voraussetzungen für den Einbau der mediterranen sekundären Pflanzenstoffe Oliven,Trauben , Tomaten und anderer Obstsorten mit den natürlichen Wirkstoffen Antioxidans Resveratrol, Olivenpolyphenole und Lycopin für die Prävention koronarer Herzerkrankungen, altersbedingter Erkrankungen sowie für die Prävention der anderen zahlreichen Erkrankungen der Zivilisation.

    Mediterrane Bevölkerungsgruppen weisen aufgrund ihrer gesunden Ernährung eine höhere Lebenserwartung auf. Diesbezüglich kommt neben Omega-3-Fettsäuren insbesondere den sekundären Pflanzenstoffen Resveratrol, Olivenpolyphenolen (Oleuropein, Hydroxytyrosol) und Lycopin ein bedeutender Stellenwert in der Prävention altersbedingter Erkrankungen zu.

    Die mediterranen Länder erfüllen neben ihrem gesunden sonnigen Wetter und dem Mittelmeer durch seine gesunde Umwelt die besten Voraussetzungen für den Einbau der mediterranen sekundären Pflanzenstoffe Oliven,Trauben , Tomaten und anderer Obstsorten mit den natürlichen Wirkstoffen Resveratrol, Olivenpolyphenole und Lycopin für die Prävention koronarer Herzerkrankungen, altersbedingter Erkrankungen sowie für die Prävention der anderen zahlreichen Erkrankungen der Zivilisation.


    PMI – Syndrom und die pharmakologischen Wirkungen von Resveratrol & Polyphenolen ,

    PMI - syndrome and the pharmacological effects of resveratrol and polyphenols .

    PMI - le syndrome et les effets pharmacologiques du resvératrol et de polyphénols.


    Mittelmeer, milde Sonne sowie mediterrane Pflanzenwirkstoffe Antioxidans Resveratrol & Olivenpolyphenole sind ideal für die Prävention der Zivilisationserkrankungen. !

    Mediterranean, mild and sunny Mediterranean plants active antioxidant resveratrol Olivenpolyphenole & are ideal for the prevention of civilization diseases.!

    Méditerranée, le soleil doux et plantes méditerranéennes et des substances actives Resveratrol antioxydant Olivenpolyphenole sont idéales pour la prévention des maladies de la civilisation.!

    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale
    P.O. Box 20 10 53
    53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

    &

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale
    P.O. Box 10 01 35
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