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Basketball macht Männerknochen stärker.
 
Sportmedizin 31. August 2012

Impact-Sport macht Männerknochen härter

Osteoporoseschutz?

Männer, die in jungen Jahren mehrmals wöchentlich „Impact-Sportarten“ wie Basketball, Volleyball oder Fußball betreiben, erhöhen damit ihre Knochendichte und schützen sich so möglicherweise vor einer späteren Osteoporose.

 

Das Kennzeichen von Impact-Sportarten sind häufige Sprünge oder viele abrupte Bewegungen. Vor allem Basket-, Hand- oder Volleyball gehören dazu, aber auch Fußball oder Tennis. Dabei wirken sehr starke Kräfte auf Muskeln und Knochen, was dazu führt, dass die Knochendichte zunimmt, und zwar offenbar auch noch bei jungen Erwachsenen.

Tatsächlich zeigten sich in einer schwedischen Studie (Nilsson M et al. J Bone Min Res 2012; doi: 10.1002/jbmr.1549) günstige Effekte: Männer im Alter von durchschnittlich 24 Jahren, die Impact-Sportarten über fünf Jahre intensiv betrieben, erreichten damit eine Dichtezunahme am Hüftknochen um bis zu 1,3 Prozent. Unsportliche Altersgenossen büßten dagegen im selben Zeitraum mehr als zwei Prozent ihrer Knochendichte ein. Die besten Werte wurden erreicht, wenn die Aktivität schon zu Studienbeginn hoch war und es den Teilnehmern gelang, sich im Beobachtungszeitraum noch weiter zu steigern. Bei Messungen an der Lendenwirbelsäule erreichten Männer, die ihr Aktivitätsniveau auf über vier Stunden pro Woche steigern konnten, Zunahmen der Knochendichte von über sieben Prozent, Männer mit gleichbleibend geringer Aktivität (unter vier Stunden oder kein Sport) dagegen von nur 3,7 Prozent.

Basketball stärkt die Knochen mehr als Schwimmen

Wie die Forscher betonen, ist für den Zuwachs eindeutig das Ausmaß der auf den Knochen wirkenden Belastung verantwortlich. So erzielten Jogger oder Schwimmer bei Weitem nicht dieselben Massenzunahmen wie z.B. Basketballer.

Sämtliche Dichtemessungen wurden mittels DEXA (Dual X-Ray Absorptiometry) durchgeführt. Neben der Flächendichte (aBMD = areal Bone Mineral Density) wurde damit auch der Knochenmineralgehalt (Bone Mineral Content) gemessen. Auch dieser verbesserte sich unter der regelmäßigen Belastung deutlich.

Verbesserte Knochengeometrie

Durch intensiviertes Training ließen sich außerdem die volumetrische Knochendichte (vBMD) sowie die Knochengeometrie optimieren. So nahmen Umfang und Querschnitt der Kortikalis der Tibia ebenso zu wie der Spongiosa. Die Zunahme der Kortikalis war mit 4,9 Prozent deutlich größer bei gesteigerter Aktivität als bei gleichbleibend geringer Aktivität (3,7 Prozent). Sowohl der Umfang der Kortikalis als auch der BMD-Wert sind wichtige Parameter für Knochenstärke und Frakturresistenz. Speziell der trabekuläre vBMD ist dabei für die strukturelle Integrität und Festigkeit der langen Röhrenknochen entscheidend.

Ab einem Alter von etwa 25 Jahren beginnt der physiologische Knochenabbau. Wer bis dahin seinen Spitzenwert in puncto Knochendichte optimiert hat, profitiert davon in späteren Jahren mit einem geringeren Osteoporoserisiko, mutmaßen die Wissenschaftler. Impact-Sportarten in jungen Jahren können dabei helfen, sie müssen aber regelmäßig und intensiv genug betrieben werden. Die Autoren raten außerdem, auch in fortgeschrittenem Alter mit dem Sport weiterzumachen: Erstens sinke durch regelmäßiges Training die Sturzgefahr und zweitens seien auch in höherem Alter positive Auswirkungen auf die Knochenmasse wahrscheinlich.

springermedizin.de
, Ärzte Woche 35/2012

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