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Urologie 19. August 2012

Staubsaugen ist gut für die Prostata

Hausarbeit wirkt gegen Harnwegprobleme.

Öfter mal den Abwasch machen, den Staubsauger in die Hand nehmen oder das Unkraut jäten - das freut nicht nur die Ehefrau, sondern lindert offenbar auch die Prostatabeschwerden.

Häufiges Wasserlassen, Harndrang, Nykturie - solche Probleme treten seltener auf oder sind zumindest nicht so schwerwiegend, wenn alternde Männer genug Sport treiben, das legen inzwischen mehrere Studien nahe. Aber offenbar genügen schon weniger schweißtreibende Aktivitäten. So reicht es offenbar, wenn sich Männer etwas mehr in Haus und Garten engagieren, berichten US-Urologen um Dr. Jay Fowke von der Vanderbilt Universität in Nashville.

405 Männer mit Prostatabeschwerden wurden zur Stärke ihrer Symptome befragt, das Prostatavolumen gemessen und die körperliche Aktivität der Männer per Fragebogen ermittelt. Dabei fragten sie sowohl nach Sport, nach Bewegung bei der Arbeit und zuhause. Sie teilten anschließend die Männer in drei Kategorien ein: Solche mit geringen Symptomen, mit moderaten Symptomen und solchen mit starken Beschwerden.

Wurde nun nach der körperlichen Bewegung geschaut, stellte sich heraus, dass Männer, die sehr aktiv waren, auch seltener ernsthafte Prostataprobleme hatten. Doch auch schon bei geringeren Anstrengungen zeigten sich Unterschiede: 38 Prozent der Männer mit leichten Symptomen engagierten sich kräftig im Haushalt, wenn es etwa um Putzen und Waschen ging, von denen mit schweren Symptomen taten dies jedoch nur 28 Prozent. Insgesamt, so die Urologen, hatten Männer, die sich in der Freizeit viel bewegten und auch im Haushalt aktiv waren, deutlich geringere Beschwerden als träge Geschlechtsgenossen. Dieser Zusammenhang galt unabhängig vom Prostatavolumen und war besonders bei dicken Männern ausgeprägt. Ihrer Prostata scheint also besonders zu profitieren, wenn sie regelmäßig den Staubsauger in die Hand nehmen oder nach dem Unkraut im Garten schauen. Allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass schwere Harnwegprobleme die Aktivität der Männer bremsen - auch damit könnte man die Ergebnisse erklären.

springermedizin.de/mut, Ärzte Woche 29/33/2012

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