zur Navigation zum Inhalt
Christian Redl, mehrfacher Weltrekordhalter, vertraut beim Freitauchen ohne Sauerstoffflasche auf seine leistungsfähige Lunge im Haibecken des Haus des Meeres.

 

Redl_Tauchen_Bildquelle_HansNovak[1]

Christian Redl mitten
im Haifischbecken.

 

 Schelling_Hartl_Bildquelle_HansNovak[1]

Mag. Dr. Hans Jörg Schelling (Hauptverbandsvorsitzender) und Dr. Sylvia Hartl (ÖGP-Präsidentin) ist die Aufklärung über die Lungenerkrankung COPD ein Anliegen.
 
Pulmologie 30. Mai 2012

Weltnichtrauchertag 2012: Wunderwerk Lunge

COPD verhindern, frühzeitig erkennen und therapieren.

Ein neuer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) Gesundheitsratgeber informiert Betroffene, Angehörige und Interessierte über Symptome, Behandlung, Alltagsbewältigung und vieles mehr.

 

Eine Aufklärungsinitiative des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) anlässlich des Weltnichtrauchertages 2012 soll helfen, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und richtig zu therapieren. Denn: Lungenerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Jeder vierte Österreicher über 40 hat erste Symptome der unheilbaren Lungenerkrankung COPD. Dennoch erkennen nur wenige Menschen die Krankheit und deuten ihre wichtigsten Symptome richtig: Husten und Kurzatmigkeit.

Problem Rauchen

Laut WHO ist die vor allem durch Rauchen oder Umweltschadstoffe ausgelöste Lungenerkrankung schon die vierthäufigste Todesursache weltweit. Bis zum Jahr 2020 wird sich COPD zur dritthäufigsten Todesursache entwickeln und weltweit die fünftgrößte Krankheitsbelastung darstellen. Derzeit sind in Europa rund 44 Millionen Menschen an der Lungenkrankheit COPD erkrankt. Der Großteil der Betroffenen (in Österreich 26,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung über 40 Jahre) leidet an milden Formen, ohne es zu wissen. Der durch die Krankheit bedingte Husten wird als Raucherhusten verharmlost, die auftretende Atemnot vielfach als Alterserscheinung abgetan. Rund 90 Prozent der Betroffenen nehmen die Chance, die Krankheit zu verhindern oder zu kontrollieren, nicht wahr.

Mag. Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Verbandsvorstandes des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger: „Der Zusammenhang zwischen Rauchen und COPD ist unmittelbar gegeben. Die Aufgabe des Gesundheitswesens besteht darin, chronisch Kranke in ihrer Eigenverantwortung zu bestärken und deren Fähigkeiten zum Selbstmanagement zu fördern. Motivierte, informierte COPD-PatientInnen haben eine Reihe von Möglichkeiten, um selbst initiativ zu werden und den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.“ COPD kostet die Sozialversicherungen in Europa jährlich mehr als 50 Milliarden Euro und ist für einen Produktivitätsverlust von 28,5 Milliarden Euro pro Jahr verantwortlich.


Dr. Sylvia Hartl, Oberärztin an der 1. Internen Lungenabteilung, Otto Wagner Spital Wien, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) und Mitautorin des Buches „Husten – Atemnot – COPD“: „Häufig liegt es am fehlenden Wissen, wenn die mit Husten, Atemnot und Leistungsschwäche einhergehende Krankheit nicht ernst genommen und verharmlost wird. Wenn man aber nichts dagegen tut, wird das Wunderwerk Lunge zusehends und irreversibel zerstört. Bei richtiger Behandlung und eigener Mitarbeit kann die Krankheit COPD jedoch stabilisiert werden, damit es zu keiner weiteren Verschlechterung kommt.“

Ratgeber mit DVD


Der neue COPD-Ratgeber (inklusive DVD) der Österreichischen Sozialversicherung aus der Reihe „Gesund werden. Gesund bleiben“ bietet möglichen Betroffenen und deren Angehörigen nicht nur allgemeine Informationen über die Krankheit, sondern auch Tipps zur Vorbeugung und einen konkreten Fahrplan für den täglichen Umgang mit der Erkrankung. Im Buch findet man von der richtigen Deutung erster Anzeichen über alle Behandlungsmöglichkeiten und eine Anleitung für die korrekte Handhabung der Medikamente bis hin zur Hilfestellung für eigenes Handeln alle Maßnahmen, um eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten.

Reiter PR / IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben