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Grüner Star & Grauer Star Faschinger, Christoph; Schmut, Otto 128 Seiten, € 14,90 Verlagshaus der Ärzte, 2012 ISBN 9783990520185
 
Augenheilkunde 17. April 2012

Von grünen und anderen Staren

Das Glaukom verstehen und der Erblindung entgehen.

Beide „Vögelchen“ führen unbehandelt zur Blindheit – Grüner Star & Grauer Star nehmen nur verschiedene Wege dorthin. Um Verwechslungen zwischen den beiden Augenkrankheiten in Zukunft zu vermeiden und über die Chancen durch Prävention und Behandlung zu informieren, haben Grazer Experten die wesentlichsten Fakten in einem Buch mit gleichlautendem Titel zusammengefasst.

 

Um es gleich vorweg zu sagen – es ist eigentlich ein Buch über das Glaukom. Der allgemein besser bekannte graue Star, die Katarakt, ist der Vollständigkeit und Klarheit halber im hinteren Teil des Buchs als Frage-Antwort-Teil angefügt.

Das Verdienst des Bands von Prof. Dr. Christoph Faschinger und Prof. Dr. Otto Schmut, beide an der Grazer Augenklinik tätig, ist es, in leicht verständlicher Sprache und übersichtlicher Form einen Überblick über die verschiedenen Formen des Glaukoms zu geben. Dass die jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 45 beim Ophthalmologen Grundlage für die Früherkennung und die anschließende frühzeitige Therapie die einzige Möglichkeit sind, den Sehverlust durch eine Schädigung des Sehnervs aufgrund des Glaukoms zu vermeiden, wird unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.

Die beiden Autoren führen durch das verwirrende Labyrinth der verschiedenen Glaukomformen und deren Behandlung mit verschiedenen Augentropfen, Lasertherapie oder Operation. Sie lassen auch scheinbar banale Fragen nicht aus, die Patienten im Alltag durchaus einmal bewegen können, wie „Verändern Kaffee oder Alkohol meinen Augendruck?“ oder „Sind Flugreisen gestattet?“

Auch praktische Tipps für Patienten, die aufgrund einer fortgeschrittenen Erkrankung mit der Einschränkung der Sehfähigkeit zurechtkommen müssen, fehlen nicht. So wird auf die Unterstützung von Smartphones und nützliche Apps nicht vergessen, mit deren Hilfe man sich beispielsweise Texte vorlesen lassen kann. Alles in allem: ein sehr nützliches Buch.

Von I. Smolek , Ärzte Woche 16 /2012

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