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Jeder Viertelstunde zählt. Das gilt bis zu einem Ausmaß von 100 Minuten.
 
Allgemeinmedizin 7. September 2011

In Bewegung bleiben

15 Minuten, die das Leben verlängern.

Wer täglich 15 Minuten oder wöchentlich 92 Minuten trainierte, verlängerte damit in einer Studie sein Leben um drei Jahre, im Vergleich mit Personen, die sich in ihrer Freizeit kaum bewegten.

 

„Schon ein leichtes Training verringerte Todesfälle jeglicher Ursache um 14 Prozent“, fasst Prof. Dr. Xifen Wu (University of Texas) die Ergebnisse einer neuen Studie1 zusammen. „Die Vorteile von Bewegung sind deutlich, auch wenn die gemäß früheren Studien empfohlenen 150 Minuten pro Woche nicht erreicht werden.“

Die Forscher entdeckten außerdem, dass das Mortalitätsrisiko mit jeder zusätzlichen Viertelstunde um weitere vier Prozent sank. Dieser Trend war bis zu einem Ausmaß von 100 Minuten pro Tag erkennbar. Wer ein halbe Stunde täglich in Bewegung investierte, erhöhte die Lebenserwartung um vier Jahre. Dieser Effekt zeigte sich quer durch alle Altersgruppen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen und sogar bei Menschen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Für die Studie wurden Daten von 416.175 Menschen in Taiwan ausgewertet, die zwischen 1996 und 2008 an einem Screening-Programm teilgenommen hatten. Im Schnitt wurden die Teilnehmer acht Jahre lang beobachtet.

1 Wen, C. P. et al.: Minimum amount of physical activity for reduced mortality and extended life expectancy: a prospective cohort study. The Lancet 2011; doi:10.1016/S0140-6736(11)60749-6

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