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Allgemeinmedizin 20. März 2009

„Bewegt gesund“ in Wiener Problembezirken

Am 8. März 2009 wurde in St. Pölten zum zweiten Mal der Vorsorgepreis verliehen.

Mehr als 300 Einreichungen aus ganz Österreich und schließlich sechs Kategorien mit je einem Gewinner: harte Konkurrenz beim diesjährigen Preis für besonders ambitionierte und kreative Projekte zur Gesundheitsförderung.

 

Das Rennen in der Kategorie „Gemeinden/Städte“ machte heuer „Bewegt gesund“, eine Initiative zur Vorbeugung des Metabolischen Syndroms. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Pilotprojekt von Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und „Fit für Österreich“ (eine Initiative von Sportministerium, Österreichischer Bundes-Sportorganisation BSO und den Sport-Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und Sportunion).

Das Pilotprojekt hatte zum Ziel, die Bevölkerung im 10. und 15. Wiener Bezirk, klassische Arbeiterbezirke, durch niederschwellige Bewegungsprogramme zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren und die Inanspruchnahme der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung zu erhöhen.

Österreichweit zum ersten Mal konnten Mediziner im Rahmen von „Bewegt gesund“ gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme verordnen. Alle Vertragsärzte mit Ordination im 10. oder 15. Bezirk sowie Ärzte im WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Süd und in der Gesundenuntersuchungsstelle der MA 15 konnten sich am Pilotprojekt beteiligen. Voraussetzung dafür, dass Patienten ein Bewegungsprogramm in Anspruch nehmen konnten, war eine Vorsorgeuntersuchung, bei der folgende Risikofaktoren festgestellt wurden: Übergewicht, erhöhter Bauchumfang, überwiegend sitzende Tätigkeit.

Das Pilotprojekt startete im Herbst 2007, wurde im Herbst 2008 abgeschlossen und wird derzeit evaluiert. Dazu betont Christian Halbwachs, Geschäftsführer von „Fit für Österreich“: „Wir erreichen mit diesem Projekt neue Zielgruppen, die durch mehr Bewegung auch ein Mehr an Lebensqualität bekommen.“

Franz Bittner, Obmann der WGKK, ist überzeugt: „Krankheiten bekämpft man am besten, noch ehe sie überhaupt entstanden sind. Gute Ratschläge, mehr für die Gesundheit zu tun, reichen oft nicht.“ Auch Ärztekammerpräsident Walter Dorner zollt Respekt: „Ärzte, die an dem Projekt beteiligt waren, haben uns durchaus positive Rückmeldungen gegeben. Als Mediziner kann ich eine Ausdehnung des Pilotprojekts nur befürworten.“ Peter Wittmann, Präsident der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO): „Es ist erfreulich, wenn Institutionen wie die WGKK zeigen, dass Bewegungsförderung ein wichtiger Baustein in der Prävention sein kann.“

 

Webtipp: www.vorsorgepreis.at

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