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Allgemeinmedizin 8. März 2011

Schlechte Luft, schlechtes Herz

Ein wesentlicher Anteil der Herzinfarkte geht zu Lasten der Luftverschmutzung. Der politische Wille zur Veränderung wäre gefragt.

Forscher haben den Beitrag verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert und miteinander verglichen – mit dem Resultat, dass der Beitrag des Straßenverkehrs und die Belastung durch Luftverschmutzung erheblich sind. Ihr Anteil ist vergleichbar mit anderen zentralen Ursachen koronarer Ereignisse wie akute körperliche Überanstrengung, üppige Mahlzeiten oder Ärger. Die Studie unterstreicht die Wichtigkeit und den Nutzen von politischen Maßnahmen, die Luftverschmutzung zu verringern, um Herzinfarkte zu verhindern. Die Forscher weisen darauf hin, dass das Ausmaß der Folgen von Luftverschmutzung insbesondere in den sehr stark verschmutzten städtischen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern von wachsender Bedeutung ist.

Quelle: Nawrot, T. S. et al.: The Lancet 2011; 377(9767): 732–40; doi:10.1016/S0140-6736(10)62296-9

Uni Basel/PH, Ärzte Woche 10 /2011

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