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Abb. 1:  In Form – Evaluation: Die Ernährungspräferenzen änderten sich signifikant. Es wurden mehr gesundes Essen und weniger Snacks und deftige, fette Speisen bevorzugt.
© Sanicademia Villach Foto: privat
 

In Form – Ein Projekt zur Bekämpfung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Ein innovatives, interdisziplinäres und maßgeschneidertes Konzept stellt sich vor.

Je nach Region und Alter leiden bis zu einem Drittel der Kinder und Jugendlichen unter Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas), die Tendenz ist steigend. Ein lokales Projekt in Villach entwickelt einen innovativen und interdisziplinären Lösungsansatz für Betroffene und vereint ihn mit einem präventiven Ansatz im Mesosystem.

Sozio-kulturelle Faktoren beeinflussen das Entstehen der Adipositas wie den Krankheitsverlauf ebenso wie falsche Lebensgewohnheiten. Die starke Zunahme lässt kaum Rückschlüsse auf genetische Veränderungen zu. Die daraus resultierenden akuten und chronischen Begleit- und Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, koronare Herzerkrankungen, Krebs, Gicht, orthopädische Erkrankungen und psychosoziale Störungen haben sich in den vergangenen Jahren bereits verdoppelt bis verdreifacht. Die WHO beschäftigt sich seit dem Jahr 1996 intensiv mit dem Krankheitsbild der Adipositas und deren Bekämpfung, wobei sich trotz aller Bemühungen bislang keine Verbesserung der Situation erkennen lässt.

Das Projekt „In Form“

Hintergründe

Um dieser aktuellen Problematik entgegen zu steuern, hat die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Landeskrankenhauses Villach gemeinsam mit der Stadt Villach, der Obesity Academy Austria, der SANICADEMIA – Internationale Fortbildungsakademie für Gesundheitsberufe EWIV und der Universität Salzburg das Projekt „In Form“ ins Leben gerufen.

 

Durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Villach und des Landes Kärnten, des Fonds Gesundes Österreich sowie zahlreicher weiterer Sponsorfirmen konnte ein umfangreiches und kostenloses Angebot für die Kinder, Jugendliche und deren Familien angeboten werden. Zahlreiche Spitzensportler, wie Stefanie Graf, Christian Mayer, Herbert Hohenberger, Martin Koch, Nik Berger, Clemens Doppler und Peter Gartemayer beteiligen sich aktiv an dem Projekt „In Form“, um den Motivationsgrad über den gesamten zweijährigen Projektzeitraum aufrechtzuerhalten. Gerade das Zusammenwirken vieler motivierter und begeisterungsfähiger Menschen machte den Erfolg dieses Projektes aus. Dennoch verließen 44,17 Prozent der insgesamt 120 Kindern und Jugendlichen im ersten Jahr des Projektes wobei 22 Prozent der ausgestiegenen Kinder bei lokalen Sportvereinen untergebracht wurden.

Interdisziplinäres Team

Im Rahmen des Projektes betreut ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Diätologen, Sportwissenschaftlern und Pädagogen seit Frühjahr 2008 über 84 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren. Die Betreuer wurden 2007 in einem speziellen Adipositas-Trainer-Lehrgang zu Experten im Training von adipösen Kindern und Jugendlichen ausgebildet, um auf die speziellen Anforderungen dieser Kinder und Jugendlichen eingehen zu können.

Individuelles Konzept & Umsetzung

Um jedem Kind ein maßgeschneidertes individuelles Konzept bieten zu können, wurde die Gruppeneinteilung basierend auf medizinischen Erstunter- suchungen, dem interdisziplinären Testssystem Ad-EVA und psychologischen Erstgesprächen durchgeführt. Als Maßstab für eine aus medizinischer Sicht berechtigte Aufnahme in das Projekt galt die Zugehörigkeit zur obersten Gewichtsperzentile, d. h. es wurden jene Kinder aufgenommen, die zu den obersten drei Prozent ihrer Altersgruppe gehören.

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von jedem Kind ebenfalls sämtliche relevanten persönlichen und familiären Daten erhoben, sowie allenfalls nötige weitere Untersuchungen (endokrinologische Abklärung, Ultraschall, OGTT etc. entsprechend den AGA Leitlinien) durchgeführt.

Neben der ausführlichen medizinischen Untersuchung wurden die Patienten diätologisch und psychologisch beraten und so mit ihnen im Anschluss und nach erfolgter Risikoklassifizierung gemeinsam ein an ihre Lebens- und Umfeldsituation angepasstes Konzept erarbeitet.

Die Umsetzung erfolgte entweder nur in Elterngruppen, oder - je nach Alter und Gruppenreife zusätzlich in Kinder- bzw. Jugendlichengruppen, durch Übungen und Spiele vertieft. Für Kinder und Eltern, die psychische Probleme hatten und/oder in so schwierigen sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnissen lebten, dass die für die Krankheit Adipositas nötige massive Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht a priori möglich war, wurde vorbereitende Einzelberatung angeboten. Die Klassifizierung nach diesen Risiko- und Lebensfaktoren ist in Tabelle 1 anschaulich dargestellt.

Tabelle 2 verdeutlicht das differenzierte umfangreiche Therapieangebot für Eltern und ihre Kinder gemäß den erläuterten Risikofaktoren.

Ab dem 26. März 2008 starteten die ersten Gruppen mit je 10 bis 15 Kindern. Auf Grund der großen Nachfrage und der positiven Resonanz begannen im Herbst 2008 zwei weitere Gruppen mit dem Programm. Über die Dauer von zwei Jahren wurde den Kindern und Jugendlichen zwei Mal pro Woche Bewegung, und wechselweise psychologische Betreuung sowie Ernährungsinformation und Kochkurse geboten. Neben der Bewegung hat sich gezeigt, dass gemeinsames Kochen in den Kochwerkstätten - ganz ohne Verbote und Diäten - den Kindern viel Freude macht und ein Verschieben von Ernährungsvorlieben von Snacks und Süßigkeiten in Richtung gesunder Ernährung begünstigen kann. Wie auch bei zahlreichen anderen Projekten wurde auch bei „In Form“ die positive Einwirkung auf das Gesamtsystem Familie durch das Angebot an psychologischer Betreuung und Ernährungsberatungen für die Kinder sowie für deren Eltern angestrebt.

Evaluierung

Zur Projekthalbzeit wurden die Veränderungen evaluiert (Tab. 3). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch ca. 35 Prozent der Kinder und Eltern im Programm. Es konnten Prä – Post medizinische Daten und Testwerte einer physischen Fitnessbatterie von 22 Kindern des Sportprogramms und Fragebogendaten zu den Bereichen Psychologie, Sportmotivation und Ernährungspräferenzen von zehn Kindern und 22 Eltern erhoben werden. Körperzusammensetzungsmessung und die medizinische Untersuchung sind vergleichbar mit zahlreichen internationalen Studien der letzten Jahre, und zeigen dass eine Gewichtsänderung durch konservative Maßnahmen nicht dauerhaft möglich ist.

Wie in zahlreichen internationalen Studien zeigte sich auch bei „In Form“, dass eine langfristige Gewichtsabnahme bei Adipositas in seltenen Fällen möglich ist. Die meisten der gemessenen Werte sind unverändert geblieben. Der auf Alter und Geschlecht bezogene BMI SDS blieb ebenfalls unverändert, was als Erfolg zu werten ist. Die aktive Körperzellenmasse (BCM) der Kinder hat während des Projektzeitraumes ebenso zugenommen wie der Gesamtkörperfettanteil (GKF) sowie der Extrazellulärwasseranteil (ECW).

Erfreulicherweise zeigten die Ergebnisse der auf Ausdauer und Geschicklichkeit ausgelegten sportmotorischen Untersuchungen im Vergleich der Jahre von 2008 und 2009 eine deutliche Verbesserung beispielsweise in der Anzahl der Klimmzüge, der benötigten Zeit für einen 20-Meter-Lauf, sowie der erreichten Meter bei einem Weitsprung, sowie eine Verbesserung der Ausdauer und Koordinationsfähigkeit. Die Ernährungspräferenzen änderten sich ebenfalls signifikant. Es wurden mehr gesundes Essen und weniger Snacks und deftige, fette Speisen bevorzugt. Die Lebensqualität und auch die Suchtwerte haben sich bei neun von zehn Kindern verbessert. Kinder haben nicht nur viele neue Freunde in den Gruppen gewonnen und erlebt, dass sie mit Hänseleien nicht alleine sind. Sie haben auch gelernt, sich dagegen adäquat zur Wehr zu setzen und dadurch neue Kontaktmöglichkeiten und Akzeptanz in ihrem gewohnten Umfeld gefunden.

Die Gesamtzufriedenheit der Teilnehmer an dem Projekt war ausgesprochen hoch, wobei die Bewegungseinheiten und spezielle Bewegungsevents sowie die Kochwerkstätten mit Abstand am positivsten beurteilt wurden.

Das Projekt „In Form“ ist keine randomisierte und kontrollierte Studie und zeigte wie auch andere Projekte eine beträchtliche Ausfallsquote. Jedoch ist es gelungen einen Teil der Kinder und Jugendlichen bei lokalen Sportvereinen unterzubringen. Bei einem Viertel der Kinder war der Beitritt zu einem Sportverein der tatsächliche Ausstiegsgrund, dieser wurde auch tatsächlich frequentiert. Zeitmangel und Zeitkoordination war bei einem weiteren höheren Prozentsatz Grund das Programm zu verlassen oder seltener zu frequentieren, wobei Programm für die Kinder und Jugendlichen in der Tat hoch war.

Lokale Projekte sind wichtig

Das Projekt „In Form“ zeigt die Wichtigkeit lokaler Projekte, die mit einem berufsgruppenübergreifenden Netzwerk in Kooperation mit Schulen und Kindergärten eine erfolgreiche Bearbeitung der Adipositasthematik auf lokaler Ebene bewirken. Dabei ging es nicht nur um das Anbieten eines Therapieprogrammes für betroffene Kinder und Jugendliche, sondern auch um die Schaffung eines Bewusstseins für die chronische Erkrankung Adipositas an sich, sowie für den Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen und deren Eltern. Diesbezüglich wurden zahlreiche Veranstaltungen in Schulen und Kindergärten an der Pädagogischen Hochschule und in den weiteren Teilbereichen des Meso- und Makrosystems durchgeführt. Die Ausbildung von Adipositastrainern erfolgte um den Kindern und Jugendlichen eine aus fachlicher Sicht kompetente Betreuung bieten zu können. Diese sollen auch in Zukunft als Multiplikatoren tätig sein.

Auch die Eltern müssen umlernen

Multidisziplinäre Therapie- und Interventionsprogramme basierend auf einer Kombination von ernährungs-, verhaltens- und bewegungstherapeutischen Prinzipien und bleiben – trotz teilweise enttäuschender Ergebnisse – derzeit „state of the art“ in der Behandlung von adipösen Kindern und Jugendlichen. Dabei wird ein Schwerpunkt der Intervention auch auf die Eltern gelegt. Ziel ist jedoch nicht (nur) die Gewichtsreduktion, sondern auch die signifikante Verbesserung kardiovasculärer Risikofaktoren und das Umsetzen des Paradigmas „health at any size”. „Health“ - Erfolge für die Gesundheit sind durch Ernährungsumstellung in Richtung gesunde Mischkost, die dem suchtartigen starken Craving nach übermäßigem Essen durch Umstellungen am Teller begegnet, möglich. Ausreichende Bewegung ist in den Tag einzubauen - mindestens 1 Stunde täglich, wobei Eltern eine besondere Rolle in der authentischen Vermittlung von in den Alltag integrierter Bewegung haben – die noch dazu Spaß machen soll. Sie müssen aber auch liebevoll und einfühlsam für die Schwere der Krankheit des Kindes Grenzen setzen lernen und eben jene Autoritäten sein, die ein Kind braucht, um sich in einer bewegungsarmen Überflussgesellschaft zurecht zu finden.

Eltern, die unter günstigeren sozialen und materiellen Bedingungen leben, haben eine größere Chance, das Umfeld für ihre Kinder zu optimieren. Der Erfolg für die Kinder hängt nicht zuletzt vom Motivationsgrad der Eltern und von ihren Möglichkeiten ab – dies verbindet die Adipositas mit zahlreichen anderen chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, bei denen ebenfalls die für die Prognose armutsgefährdende Wirkung von hoher Relevanz ist.

Hohe Drop-out-Rate – warum?

Die Drop-out-Rate ist bei fast allen Studien hoch, die Übergewichtsreduktion geringfügig und nicht nachhaltig. Neuere Studien haben gezeigt, dass der Therapieerfolg von Gewichtsreduktionsprogrammen davon abhängt, welche genotypische Ausstattung die Patienten im Interventionsprogramm haben. Je mehr „Adipositasgene“ und je relevantere Adipositasgene Probanden in Therapie und Interventionsprogramm aufwiesen, desto schlechter war der Erfolg der Behandlungskonzepte. Auch wenn nicht alles „in den Genen liegt“ so scheint die genotypische Ausstattung für den Erfolg der Behandlungen zumindest mitbestimmend.

Korrespondenz: Prim. Univ. Prof. Dr. Robert Birnbacher Vorstand der Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde Landeskrankenhaus Villach Nikolaigasse 43, 9500 Villach T: ++43(0)4242-208-2356 F: ++43(0)4242-208-2714 E: http://www.lkh-vil.or.at

Literaturliste bei den Verfassern

1 LKH Villach, Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde

2, 3 Universität Salzburg, Institut für Psychologie

4 Sanicademia und

5 Peraugymnasium Villach

Tabelle 1 Kategorien der Betreuung (geringf. verändert nach Wiegand et al., 2005)
 IIIIIIIVV
Zielplanung realistisch unrealistisch unrealistisch unrealistisch realistisch
Leidensdruck Vorhanden
angemessen
Hoch Hoch oder niedrig Hoch oder niedrig Hoch, keine BMI sds Änderung nach > 2 Jahren
Veränderungsmotivation Hoch vorhanden gering resigniert Resigniert durch Fehlschläge
Famil. u./o. Psychosoz.Probleme Stabil/keine Eher instabil/vorhanden Eher instabil/schwierig Sehr instabil/sehr schwierig Stabil/wenig
Psychol. Komorbidität Keine Geringfügig Mittel Stark
Psychisch krank
Gebessert oder in Behandlung
Essstörungskomorb./Suchtessen Vorklinisches Bingen/Normwerte Klinische BED/Hoch Klinische BED u/o Bulimie
Sehr hoch
Klinische BED u/o Bulimie/
Sehr hoch
Keine Bulimie
BED gebessert/
Sehr hoch
Therapieform Gruppenth.
(amb.; station. Vorbereitung abh. v. BMI)
Einzeltherapie,
Motivationsarbeit
Sozialarbeit,
Psychotherapie
Überwachung
Kinderarzt mit „Interdisz. Flying Teams“
Sozialarbeit
Ki/Ju-Psychiatrie
Langzeittherapie
„Interdisz. Flying Teams“
f. Eltern
Chirurgische
Intervention prüfen
Tabelle 2 Therapieangebot    
Gruppe  Risikomerkmale  Therapieprogramm KinderTherapieprogramm Eltern
 Alterpsych. Diagnosemed. DiagnoseKinderEltern
CI > 10 Jahre Stabiles Familienumfeld und hohe Veränderungsmotivation von Kind und Eltern Keine med. Komorbidität 2x pro Woche Bewegung
14tgl. Psychologie/Ernährung
2x pro Jahr Kochwerkstätte
2x pro Jahr Sportevents
1x pro Monat Psychologie/ Ernährung
2x pro Jahr Kochwerkstätte
CII <10 Jahre Nur Eltern motiviert – Kinder nur geringe Motivation, eher instab. Familienumfeld Geringe med. Komorbidität 2x pro Woche Bewegung
2x pro Jahr Kochwerkstätte
4x pro Jahr Sportevents
1x pro Monat Psychologie/ Ernährung
2x pro Jahr Kochwerkstätte
4x pro Jahr Sportevents
CIII 5-18 Jahre Instabiles familiäres Umfeld, Auffälligkeit Mittlere med. Komorbidität psychologische Einzelgespräche psychologische Einzelgespräche
Tabelle 3 Projekthalbzeit
Gemessene Werte/Jahr20082009
Alter 10 Jahre 11 Jahre
Größe 152,00 cm 157,50 cm
Gewicht 58,40 kg 64,25 kg
BMI 25,57 kg/m² 26,00 kg/m²
BMI-sds 2.20 2.30
Aktive Körperzellmasse BCM 17,20 kg 21,07 kg
Gesamtkörperfettanteil GKF 35,70 % 38,20 %
Gesamtkörperfettmasse GKFm 21,80 kg 24,10 kg
Extrazellulärwasseranteil ECW 42,06 % 42,56 %
Adipositasrisiko III1 95,70 % 97,55 %
Diabetes 2 Risiko III2 92,80 % 91,60 %
Koronales Herzerkrankungsrisiko III3 88,20 % 79,05 %
Fazit für die Praxis
Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die nach wie vor steigende Tendenz aufweist. Auch wenn die Erkrankung nur durch präventionsmedizinische Ansätze letztendlich wirksam bekämpft werden kann, müssen doch die bereits betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht zuletzt aufgrund der großen Zahl von akuten und chronischen Begleit- und Folgeerkrankungen wirksam betreut werden. Das Projekt InForm betreut Kinder, Jugendliche und Familien nach einem - auf Basis einer Risikoklassifizierung - maßgeschneiderten und an ihr Umfeld angepassten Konzept. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen interdisziplinär durch Ärzte, Psychologen, Diätologen, Sportwissenschafter und Pädagogen betreut. Sportmotorische Testungen nach einem Jahr zeigten eine Verbesserung in Ausdauer und Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit sowie eine Veränderung bei den Ernährungspräferenzen. Die Gesamtzufriedenheit der Teilnehmer war sehr hoch, ein relevanter Teil der Kinder und Jugendlichen konnte bei lokalen Sportvereinen untergebracht werden. Multidisziplinäre Therapie- und Interventionsprogramme sind derzeit State of the art in der Behandlung von adipösen Kindern und Jugendlichen. Der Schwerpunkt der Intervention sollte auf die Eltern gelegt werden, wobei im Sinne der Verbesserung kardiovaskulärer Risikofaktoren nicht die Gewichtsreduktion im Vordergrund steht, sondern das Paradigma ‚health at any size’ umgesetzt werden soll.

R. Birnbacher1, E. Ardelt-Gattinger2, S. Ring-Dimitrou3, K. Brugger4, A. Dengg5, Pädiatrie & Pädologie 2/2010

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