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Foto: photos.com
Jeder dritte Österreicher verwendet zumindest einmal pro Woche Zahnseide oder eine Interdentalbürste.
 
Zahnheilkunde 31. März 2010

Außen hui, innen pfui?

Jeder vierte Österreicher ist ein „Zahnputzmufffel“.

Wie genau es die Österreicher mit der Mundhygiene halten und wer die Zahnpflegemuffel in der Alpenrepublik sind, zeigt eine aktuelle Studie, für die 500 Österreicher im Alter zwischen 14 und 59 Jahren rund um die Themen „Zahnpflege“ und „Kontrollbesuche beim Zahnarzt“ befragt wurden.

 

Knapp zwei Drittel putzen zweimal täglich ihre Zähne (63,4 %), 8,6 Prozent sogar noch öfter. Ein echter „Zahnputzmufffel“, bei dem maximal einmal pro Tag Mundhygiene ansteht, ist hierzulande immerhin rund jeder Vierte (28 %), wobei sich feststellen lässt, dass mit steigendem Alter der Griff zur Zahnbürste tendenziell seltener wird. Während es die 14- bis 19-Jährigen mit der Zahnpflege vergleichsweise sehr genau nehmen – 84,2 Prozent pflegen mindestens zweimal am Tag ihre „Beißerchen“ – ist es unter den 40-plus-Jährigen rund ein Drittel, das keine regelmäßige Mundhygiene macht („einmal täglich“ oder „seltener“: 40–49-Jährige: 33,1%; 50–59-Jährige: 36,0%). Geputzt wird in der Alpenrepublik noch mehrheitlich mit der guten alten Handzahnbürste (57,4 %), eine elektrische Zahnbürste verwenden immerhin 27,0 Prozent.

Nur 30,4 Prozent der Befragten reinigen ihre Zähne im Durchschnitt länger als zweieinhalb Minuten, bei einem Fünftel dauert die durchschnittliche Putzdauer sogar nur maximal eineinhalb Minuten (21,8 %). Aber nicht nur die Zähne, sondern auch die Zahnzwischenräume müssen gepflegt werden. Jeder dritte Österreicher verwendet zumindest einmal pro Woche Zahnseide oder eine Interdentalbürste (32,2 %). Im Vergleich legen Frauen mehr Sorgfalt bei der Zahnpflege an den Tag. 37,9 Prozent der Männer benützen nie Zahnseide, während es beim weiblichen Geschlecht nur 25,3 Prozent sind. Gegen schlechten Atem unternimmt in etwa jeder Vierte regelmäßig etwas. 27,8 Prozent verwenden zumindest einmal pro Woche eine Mundspülung, weitere 35,4 Prozent zumindest ab und zu.

Angst vor dem Zahnarzt

Wenn es um den Kontrollbesuch beim Zahnarzt geht, zeigt sich rund jeder Dritte nachlässig. „Nur zwei von drei Österreichern gehen laut Studienergebnis zu regelmäßigen Kontrollen zum Zahnarzt, der Rest wartet ab, bis akute Beschwerden auftreten“, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Im Schnitt suchen 38,4 Pro- zent mindestens zweimal pro Jahr den Zahnarzt auf, 36,4 Prozent etwa einmal pro Jahr. Bei rund 25 Prozent können sogar mehrere Jahre zwischen den einzelnen Kontrollbesuchen liegen (25,2 %).

Jeder dritte Österreicher hat beim Betreten einer Zahnarztpraxis ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend (36 %). Regelrecht Panik schon allein beim Anblick eines Zahnarztstuhls bekommt mehr als jeder fünfte Österreicher (22 %), ganz zu Schweigen, wenn es erst ans Bohren geht … Unter den Frauen sind es sogar beinahe 30 Prozent (Frauen: 28,8 %; Männer: 14,8 %), die Horror vor zahnärztlichen Eingriffen haben. Richtige „Coolness“ beim Zahnmediziner bewahren nur 42 Prozent.

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