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Diabetologie 10. November 2009

Komplikationen möglichst vermeiden

Neue Ergebnisse der weltweit größten klinischen Studie zur Diabetestherapie.

Die aktuellen Ergebnisse von „Action in Diabetes and Vascular Disease“: Preterax and Diamicron MR Controlled Evaluation, ADVANCE, bringen wichtige Erkenntnisse zu den Therapiemöglichkeiten mit einer effizienten und sicheren Blutzuckerkontrolle zur Verringerung von Diabetes-Komplikationen.

Die neuen Daten, die auf dem Weltdiabeteskongress der International Diabetes Federation (IDF) präsentiert wurden, zeigen, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der intensiven Blutzuckerkontrolle mit der Gliclazid MR (Modified Release)-basierenden Behandlung in unterschiedlichen Patienten unter verschiedenen klinischen Bedingungen aufrechterhalten wird. Ebenso, dass sie das kombinierte Risiko von makro- und mikrovaskulären Komplikationen verringert, primär aufgrund einer Reduzierung des Nephropathierisikos.

„Die intensive Kontrolle des Blutzuckers mit einer auf Gliclazide MR basierenden Behandlung senkte den HbA1C, unabhängig von Alter, Erkrankungsdauer, Geschlecht, Body-Mass-Index oder HbA1C zu Beginn der Studie“, berichtete Dr. Sophia Zoungas vom George Institute for International Health, Australien, beim Kongress. Dieses Ergebnis wurde in einer kürzlich durchgeführten Metaanalyse bestätigt, einschließlich ADVANCE und ACCORD, die eine signifikante Reduzierung der kardiovaskulären Komplikationen um neun Prozent und eine primäre Reduzierung der Herzinfarkte um 15 Prozent zeigten. Basierend auf Beobachtungsdaten haben mehrere nationale Register, in die mehr als 70.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes eingeschlossen sind, berichtet, dass Therapien für die Blutzuckersenkung mit Gliclazid im Vergleich zu anderen Therapieformen mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert waren.

Zusätzliche neue Daten

Auf dem IDF-Kongress boten die Studienautoren wichtige Einblicke in die Indikatoren, die das kardiovaskuläre Risiko vorhersagen. Das Alter bei Diagnose, die bekannte Erkrankungsdauer, Geschlecht, Pulsdruck, behandelter Bluthochdruck, Herzflimmern, Retinopathie, HBA1C, Albumin/Kreatinin-Quotient und nicht-HDL-Cholesterinspiegel an der Basislinie wurden als signifikante Prädiktoren von kardiovaskulären Komplikationen beobachtet. Die ADVANCE-Experten entwickelten unter Einbeziehung dieser Variablen ein neues Tool für die Risikovorhersage. Es wird erwartet, dass es bessere Vorhersagemöglichkeiten bietet als die Framingham- und UKPDS-Modelle (United Kingdom Prospective Diabetes Study).

 http://www.advance-trial.com

 

 

APA-OTS/IS, Ärzte Woche 46 /2009

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