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Innere Medizin 1. Mai 2007

Antihypertensive und metabolische Effekte von Telmisartan bei Patienten mit metabolischem Syndrom in

Telmisartan, ein hochselektiver Angiotensin-II-Rezeptorblocker für die Behandlung von Bluthochdruck, fungiert als partieller Agonist des PPAR-γ (peroxisome proliferator-activated receptor-γ) Rezeptors, welcher in die Regulation des Lipid- und Glukosestoffwechsels involviert ist. In der vorliegenden Anwendungsbeobachtung wurde der Einfluss von Telmisartan und Telmisartan/Hydrochlorothiazid auf Blutdruck, Blutzuckerund Lipidparameter bei insgesamt 670 Patienten mit metabolischem Syndrom untersucht. Eine Verbesserung (p < 0,05) zeigte sich bei allen Parametern, die als Diagnosekriterien für das metabolische Syndrom gelten, nämlich Blutdruck (systolisch: 161,7 ± 16,3 vs. 136,7 ± 11,7 mmHg, diastolisch: 93,3 ± 10,1 vs. 80,7 ± 10,5 mmHg), Nüchternblutzucker (133,2 ± 44,1 vs. 116,0 ± 31,5 mg/dl), Triglyzeride (227,2 ± 170,1 vs. 187,8 ± 94,8 mg/dl), HDL-Cholesterin (Frauen: 48,9 ± 13,1 vs. 51,8 ± 12,9 mg/dl), und Bauchumfang (Frauen: 101,2 ± 12,4 vs. 99,3 ± 12,9 mg/dl, Männer: 111,9 ± 14,7 vs. 109,5 ± 14,4 mg/dl). Die Häufigkeit der Diagnose eines metabolischen Syndroms konnte in drei Monaten signifikant um 38 % gesenkt werden. Telmisartan wurde insgesamt sehr gut vertragen und es traten kaum Nebenwirkungen auf. Diese unter Praxisbedingungen erhobenen Daten belegen die günstige Wirkung von Telmisartan auf den Blutdruck sowie Parameter des Glukose- und Lipidstoffwechsels bei hypertensiven Patienten mit metabolischem Syndrom.

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