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Atypische Neuroleptika und metabolisches Syndrom

Die Einführung atypischer Neuroleptika führte bekanntlich zu einer entscheidenden Therapieverbesserung in der Behandlung psychotischer Erkrankungen. In zahlreichen Studien wird jedoch für einige Präparate dieser Gruppe belegt, dass sie ausgeprägte metabolische Veränderungen (u. a. starke Gewichtszunahmen, Hyperlipidämien, Diabetes mellitus Typ 2) auslösen. Als beteiligte Pathomechanismen werden zurzeit ein G-Protein beta3 subunit Gen (C825T) Polymorphismus, ein gesteigerter Kohlenhydratmetabolismus und hormonelle Veränderungen diskutiert. Bei Hochrisikopatienten (Übergewicht, Hyperlipidämie, Hyperglykämie und Diabetes vor Behandlungsbeginn, hereditäre Belastungen, Nikotinkonsum etc.) sollten Neuroleptika mit einem in diesem Bereich günstigen Nebenwirkungsprofil gewählt werden und ein regelmäßiges Diabetesscreening und eine Kontrolle der Blutfettwerte erfolgen. Ein entsprechendes Monitoring erscheint notwendig, um Folgeerkrankungen zu verhindern.

Andreas Baranyi, Renè Yazdani, Alexandra Haas-Krammer, Alexandra Stepan, Hans-Peter Kapfhammer, Hans-Bernd Rothenhäusler, Wiener Medizinische Wochenschrift

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